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Swiss abroad

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Fällt Ihnen auch langsam die Decke auf den Kopf? Hier in der Schweiz schreiben wir unterdessen Tag 23 der "ausserordentlichen Lage". Trotzdem ist weiterhin Vorsicht angebracht.

Ganz herzliche Grüsse aus Bern, bleiben Sie gesund!

Dieser Inhalt wurde am 08. April 2020 - 17:00 publiziert
Keystone / Peter Klaunzer

Die bisherigen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden bis am 26. April weitergeführt. Derweil wird ein Konzept für Lockerungen ausgearbeitet. Das sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

Sie habe zu Beginn der ausserordentlichen Lage verlangt, dass ein Ruck durch das Land gehe, sagte Sommaruga heute Nachmittag. "Dieser Ruck hat stattgefunden. Zum Glück. Die Menschen halten sich an die Distanzregeln und Hygienemassnahmen. Das ist grossartig, und wir dürfen stolz darauf sein."

Die Massnahmen zeigten nun Wirkung. Dies sei aber kein Grund, jetzt davon abzurücken. "Der Weg stimmt, aber am Ziel sind wir noch nicht", so Sommaruga. Viele würden sich jetzt fragen, wie lange das noch dauern solle. "Diese Ungewissheit ist belastend."

Nun hat der Bundesrat (Landesregierung) entschieden, dass die bisherigen Massnahmen bis 26. April weitergeführt werden sollen. Die Regierung beauftragte das Bundesamt für Gesundheit, zusammen mit dem Wirtschaftsdepartement ein Konzept für Lockerungen der Massnahmen auszuarbeiten. Erste Lockerungen sollen vor Ende April in Kraft treten, so Sommaruga.

swissinfo.ch

Haben Sie auch schon den Corona-Blues? Die Infektionskurve flacht ab, doch Pflegende befürchten, der Druck der Wirtschaft für eine baldige Normalisierung könnte gefährlich werden.

Ist der Höhepunkt der Corona-Welle in der Schweiz erreicht? Schwierig einzuschätzen, meint der Infektiologe Charles Béguelin, Leitender Arzt am Spitalzentrum Biel. Mein Kollege Peter Siegenthaler konnte mit dem Experten sprechen – natürlich per Telefon.

Derzeit könne man aus den Zahlen lesen, dass die Infektionen dank den Massnahmen eingedämmt werden konnten, so Béguelin im Interview. Er warnt aber: "Wenn die Schutzmassnahmen zu früh gelockert werden, besteht die Gefahr, dass das Virus wieder vermehrt zirkuliert und es dann noch mehr Zeit braucht, die Infektionen zu reduzieren."

Nun steht auch noch das Osterwochenende an. Der Drang nach draussen wird wohl bei vielen noch grösser werden. Zudem lockt schönes Wetter. Die Behörden bitten die Bevölkerung, jetzt nicht ins besonders von der Krise betroffene Tessin zu reisen. Wer dies trotzdem macht, wird seine Gründe vor der Polizei rechtfertigen müssen, wie verschiedene Medien berichten.

Solidar Suisse

Zu Krisenzeiten schiessen alle möglichen Verschwörungstheorien ins Kraut. Besonders Afrika und Lateinamerika sind ideale Nährböden. Schweizer Organisationen kämpfen dagegen an.

Afrika und Lateinamerika blieben längere Zeit verschont vom Coronavirus. Doch nun ist das Virus auch in diesen Weltregionen mit vielen ärmeren Ländern angekommen. Mehrere Länder haben bereits Ausgangssperren verhängt.

Nun schlägt die Stunde für Scharlatane und religiöse Fanatiker. Sie streuen Gerüchte und hausieren mit ihren Verschwörungstheorien. Ein Beispiel? Es reicht, sich den Bart zu rasieren, besagt eine Theorie. Eine andere: Corona greift nur Schwache an.

Zwei Schweizer Organisationen kämpfen nun an vorderster Front gegen die Falschinformationen und Fake News, wie der Bericht unserer Korrespondentin Christina Stucky zeigt: Solidar Suisse und Fondation Hirondelle wollen mit fundierten Informationen über verschiedene Kanäle für Klarheit sorgen.

Keystone / Marcel Bieri

Auch wenn Sie gegenwärtig die Schweiz vermutlich nicht besuchen können – wandern und dabei etwas lernen können Sie auch virtuell.

Er war bekannt als "Fliege der Nation" – Claude Longchamp, Politikwissenschaftler und langjähriger Politanalyst beim Fernsehen SRF. Unterdessen ist Longchamp pensioniert und schreibt für SWI swissinfo.ch eine Kolumne.

Daneben führt der Politexperte aber schon seit Jahren auch Stadtwanderungen mit politischem Kontext durch. Die jüngste heisst "Jugend und Politik" und führt zu Orten in der Bundesstadt, die eine wichtige Rolle in der Jugendpolitik spielten.

Nun denken Sie beim Stichwort Jugendpolitik vermutlich an '68 oder die 1980er-Jahre. Auch ich musste mich belehren lassen: Ausgerechnet eine Seuche stand am Anfang der ersten Jugendunruhen in Bern. Und wann waren die? Im 15. Jahrhundert! Gespannt? Dann wandeln Sie jetzt mit Longchamp virtuell durch Bern.

Keystone / Gian Ehrenzeller

Trotz dem faktischen Sportverbot wieder mal echte News aus diesem Bereich. Das gab's noch nie: Erstmals wird eine Frau Sportchefin bei einem Männer-A-Hockeyteam.

Mit Florence Schelling leitet erstmals eine Frau die Geschicke des amtierenden Eishockey-Meisters SC Bern. Ein Novum im Schweizer Eishockey. Die 31-jährige Zürcherin hütete während vielen Jahren erfolgreich das Tor des Schweizer Frauen-Nationalteams. Sie holte mit dem Team sowohl WM- als auch Olympia-Bronze und "checkt den Puck", sie weiss also, "wie der Hase läuft".

Gehen muss dafür der bisherige Sportchef Alex Chatelain – trotz drei Meistertiteln in viereinhalb Jahren. Der SCB hatte in dieser Saison die Playoffs auf Platz neun ganz knapp verpasst. Diese Endrunde der besten Acht hätte just in diesen Tagen über die Bühne gehen sollen.

Dass jetzt eine Frau folgt, spiele dem Club keine Rolle, sagte Geschäftsführer Marc Lüthi. Man habe mit Schelling eine junge, unverbrauchte, intelligente und visionäre Person gefunden. "Viel wichtiger als das Geschlecht ist, dass diese Person etwas von Eishockey versteht", so Lüthi.

  • Torhüterin Schelling ist keine Unbekannte im Schweizer Eishockey, wie SRF News weiss.
  • Als "Paukenschlag" bezeichnet Watson.ch die Wahl von Schelling.
  • "Hammer-Meldung aus Bern" titelt der Blick heute.
Keystone / Alexandra Wey

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In der vergangenen Woche hat Sotomo im Auftrag der SRG SSR, zu der auch swissinfo.ch gehört, eine grosse Umfrage gemacht. Uns hat auch die Sicht der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer interessiert.

Macht es die Schweiz richtig? Das Vertrauen der Schweizer Bevölkerung in die politische Führung während der Krise habe gegenüber der ersten Umfrage zugenommen, so das Fazit. Doch wie beurteilen dies die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer?

Das blieb leider unbeantwortet. Doch unsere Community liess es sich nicht nehmen und hat auf den Sozialen Medien ihre Meinung kundgetan. Danke für Ihre zahlreichen Kommentare! Wir fassen einige Ihrer Inputs gerne hier zusammen.

So schreibt etwa Wilma Caresanovic-Gertsch: "Die Aussage Masken nützen nichts, nur weil es keine hat, sagt schon alles." In Bosnien gelte zum Beispiel Hausarrest für über 60-Jährige. "Ich fühle mich hier sicher." Therese Beer aus Tunesien findet es hingegen gut, wie es die Schweiz momentan macht. Doch bei einem Punkt stimmt sie Wilma Caresanovic zu: "Ich wäre für eine Maskenpflicht, wenn man rausgeht."

René Ruoss aus der Dominikanischen Republik findet die Massnahmen "zu fein". "Klare Regeln und Verbote müssen her", ist er überzeugt. An Ostern müssten etwa die Strassen ins Tessin geschlossen werden. Und in Ungarn ist Róbert Sájermann ebenfalls nicht zufrieden mit der Schweiz: "20000 Infizierte und fast 500 Tote sagen doch alles." Das Fazit Luzia Messmers aus Spanien: "Es gibt kein richtig oder falsch. Wichtig ist, dass wir unser Bestes tun."

  • Hier finden Sie die Resultate der Umfrage. 
  • Das war unser Aufruf

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