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In neuem Gewand

Die 'Neue' hat sich den 'sachlichen und inspirierenden Journalismus' auf die Fahne geschrieben.

(swissinfo.ch)

Die renommierte Schweizer Wochenzeitung "Die Weltwoche" ist am Mittwoch erstmals im neuen Magazin-Format erschienen. Eindrücke beim ersten Durchblättern.

Das Gesicht von Thomas Borer - nah geschnitten. Drei Titel. Drei Autoren. Weiss-gräulicher Hintergrund. So präsentiert sich die Titelseite der neuen "Weltwoche".

Man sei überzeugt, die "stolze Tradition" des Blattes durch die Verwandlung in eine Zeitschrift "am besten erneuern" zu können, heisst es im Editorial. Und: Im Formatwechsel komme "ein Wille zur Veränderung zum Ausdruck, aber auch ein Bekenntnis zur Kontinuität".

Endlich in ruhigen Gewässern

Die neue Strategie steht dem seit 1933 bestehenden Blatt gut an, war es doch in letzter Zeit andauernden Unsicherheiten und Turbulenzen ausgesetzt: die prekäre Finanzlage, die in den letzten Jahren häufigen Wechsel auf den Redaktionsstuben und die undurchschaubaren Manöver um den Besitzer-Wechsel der "Weltwoche"-Herausgeberin Jean Frey AG.

Wenig erstaunlich, dass sich die Journalistinnen und Journalisten der "Weltwoche" wünschen, mit dem Neubeginn werde endlich wieder Ruhe einkehren und die journalistische Arbeit im Vordergrund stehen.

"Ich hoffe, dass man sich nun nicht mehr alle zwei Wochen überlegen muss, wer der neue Besitzer wird oder ob ein neuer Chefredaktor kommt, der alle Mitarbeiter hinauswirft", sagte "Weltwoche"-Journalist Sandro Benini gegenüber dem Schweizer Fernsehen DRS.

Fünf Sektionen statt Ressorts

Die neue "Weltwoche" wirft die traditionelle Ressortstruktur über Bord: Wer gewohnheitsmässig als erstes die "Lifestyle"-Geschichten in der Rubrik "Leben heute" zu lesen pflegte, muss im neuen Heft länger suchen, bis er findet, was ihn interessiert.

Das neue Magazin ist in fünf - gewöhnungsbedürftige - Sektionen gegliedert: Den Anfang machen Rubriken. Dann folgen die "Standorte" - die Plattform der festen Ausland-, Inland- und Wirtschafts-Autoren.

An dritter Stelle folgt ein buntes Sammelsurium von Artikeln zu den verschiedensten Themen: Da geht es um verbrecherische Machenschaften in der Software-Industrie, um Fluglärm oder um den kroatischen Geheimdienst, der die Telefone der Familie Milosevic abgehört hat.

Weiter hinten im Heft ist Platz für Kolumnen und ein grösseres Interview. Im aktuellen Fall plaudert Thomas Borer-Fielding "über die Kunst der Diplomatie und die Macht der Liebe".

Den Abschluss machen Rezensionen und Betrachtungen. Ähnlich wie im Mittelteil ist auch in dieser Sektion das Themenchaos offenbar Prinzip: Buchbesprechungen neben dem Sternenkrieg von George Lucas, Billie Holiday neben dem Ferrari 456M GT.

Markt entscheidet

Er habe Freude an seinem 116 Seiten umfassenden "Baby", sagte "Weltwoche"-Chefredaktor Roger Köppel gegenüber Schweizer Radio DRS. "Ich bin überzeugt, dass man mit guter journalistischer Arbeit die Leute erreicht."

Die "Weltwoche" hatte zuletzt eine Auflage von 84'000 Exemplaren. Laut Köppel wird allein der Markt darüber entscheiden, ob die "Weltwoche" Erfolg haben wird. Er wäre ihr zu gönnen.

Felix Münger


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