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Türchen Nummer 23: Kantone Appenzell Ausser- und Innerrhoden

Erst mit 35 begann Noldi Alder sein Musikstudium und liess sich an der Violine ausbilden. Maxime Kathari & Federal Office of Culture

Der Gewinner des Schweizer Musikpreises 2018, der Appenzeller Noldi Alder, gilt als "grosser Erneuerer der Volksmusik".

Dieser Inhalt wurde am 23. Dezember 2020 - 00:00 publiziert

Der 67-jährige Noldi Alder für die Volksmusik das, was Mozart für die Klassik und Michael Jackson für die Popmusik war: DIE Referenz. Er stammt zwar aus einer Appenzeller Bauernfamilie, die traditionell musizierte. Musiker war trotzdem nicht von Anfang an sein Traumberuf.

Erst im Alter von 35 Jahren beschloss Alder schliesslich, seiner inneren Stimme zu folgen, und begann ein Musikstudium, wobei er sich auf die Violine spezialisierte.

Seine verschiedenen Einflüsse - Klassik und Volksmusik - sind zu seiner Stärke und seinem Markenzeichen geworden: Sein liebstes Hobby sei es, Volksmusik zu machen und sie mit anderen Genres wie der Klassik zu mischen, sagte er 2018 dem Bundesamt für KulturExterner Link.

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Seiner Meinung nach wurde die Volksmusik zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu starr. Er ist daher der Meinung, dass es heute keine leichte Aufgabe sei, sie zu erneuern. "Die Schweizer Volksmusik hat sehr fixe Strukturen. Sie zu erneuern, bedeutet, die Strukturen zu verlassen." So seien in vielen Fällen das Neue dann einfach Elemente aus anderen Musikgenres, sagte Noldi Alder im GesprächExterner Link mit der Berner Zeitung.

Der Jodler, Geigen- und Hackbrettspieler wohnt in Urnäsch in einem alten Haus, in dem er sich "zutiefst wohl und frei" fühlt. Im nahe gelegenen Wald tankt er Kraft.

Neben der Teilnahme an mehreren renommierten Festivals versucht sich Noldi Alder auch als Komponist von Filmmusik - für ZwischenweltenExterner Link (2020) und HeimatklängeExterner Link (2007).

Sehen Sie Alders Hackbrett- und Jodel-Auftritt beim Festival Jazz Geht Baden 2016:

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