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Malaise im Tätowier-Studio

Nur jede fünfte Tätowierfarbe entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Wie eine Untersuchung der Gesundheitsbehörde ergab, enthielten vier von fünf Proben Stoffe, die nicht zugelassen sind.

Dieser Inhalt wurde am 13. Juli 2009 - 11:48 publiziert

Einige der verbotenen Farben enthielten Aromastoffe, welche gar Krebs auslösen könnten, warnte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag.

In zahlreichen Proben fanden sich bei der Laboranalyse zudem unerlaubte Farbstoffe oder unzulässige Konservierungsmittel, die Allergien auslösen können. Für 40 Prozent der 152 analysierten Proben sprach der Bund deshalb ein Anwendungsverbot aus. Die Proben stammten aus Studios in 16 Kantonen.

Auch bei der Hygiene in den Farben und bei deren Anwendung mangelte es: Eine mikrobiologische Untersuchung zeigte bei 35 Proben Keimspuren. Diese Verunreinigungen können zu Infektionen führen.

Der häufigste Grund einer Beanstandung war jedoch die Deklaration: Zwei Drittel der Farben waren ungenügend angeschrieben. Oft fehlte die Deklaration der Inhaltsstoffe oder die Mindesthaltbarkeit ganz.

Die Erhebung der Bundesbehörde zeigt, dass die seit dem 1. Januar 2008 geltenden Regeln zu den chemischen und mikrobiologischen Anforderungen sowie zur Etikettierung von Tätowierfarben noch ungenügend umgesetzt werden.

Der Bund will jetzt bei den Berufs- und Herstellerverbänden eine Verbesserung der Situation verlangen. Eine weitere Untersuchung ist schon angekündigt.

swissinfo.ch und Agenturen

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