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Brauchtum Lichtblick in dunkler Jahreszeit

Jeweils im November wird in Schulen und Kindergärten eifrig gebastelt: Es ist die Zeit der "Räbenlichter"-Umzüge. Aus weiss-violetten Herbstrüben, im Mittelalter ein Grundnahrungsmittel wie heute die Kartoffel, werden Laternen geschnitzt und dann von den Kindern durch die dunklen Strassen getragen, ein Brauch im deutschsprachigen Raum, der sich in die verschiedenen Herbsttraditionen wie Erntedank oder Martinstag einreiht.

Die Herbstrüben werden mit einem Löffel oder sonstigem Werkzeug ausgehöhlt. Dann folgt der kreative Teil, das Verzieren: Mit einem spitzen Messer schneiden die Kinder aus der violetten Haut der Rübe ihre Sujets aus, wie etwa Sonne, Mond und Sterne oder den eigenen Namen.

Seit rund 20 Jahren werden die Räbenlichter von den "Halloween-Kürbisfratzen" bedrängt, welche wie die Räbenlaternen ihren Ursprung bei den Kelten und Römern haben.

Doch trotz dieser Konkurrenz aus dem angelsächsischen Raum tragen die kleinen Künstler ihre an Schnüren aufgehängten und an Stöcken befestigten Räbenlichter rund um den 11. November, dem Tag des Heiligen Martin, stolz durch Dörfer und Städte.

(Fotos: Keystone, Text: Gaby Ochsenbein/swissinfo.ch)

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