Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

CVP-Kandidat Christophe Darbellay (links) machte im ersten Wahlgang der Walliser Regierungswahlen vor zwei Wochen das beste Resultat und ist praktisch schon gewählt, während der bisherige SVP-Staatsrat Oskar Freysinger um seine Wiederwahl zittern muss. (Archiv)

KEYSTONE/OLIVIER MAIRE

(sda-ats)

Im zweiten Wahlgang der Walliser Regierungsratswahlen von heute Sonntag dürften alle drei CVP-Kandidaten gewählt werden. Alle Augen richten sich deshalb auf das Duell zwischen Oskar Freysinger (SVP) und Stéphane Rossini (SP).

Zum zweiten Wahlgang treten noch sieben von ursprünglich 13 Kandidatinnen und Kandidaten an. Die drei CVP-Kandidaten Christophe Darbellay (neu), Jacques Melly (bisher) und Roberto Schmidt (neu) standen am 5. März unangefochten an der Spitze.

Die meisten Beobachter gehen davon, dass das CVP-Trio die Wahl in den fünfköpfigen Staatsrat problemlos schaffen wird. Überraschend auf dem vierten und fünften Rang folgten die beiden Sozialdemokraten Esther Waeber-Kalbermatten (bisher) und Stéphane Rossini (neu).

Die SP sieht die historische Chance gekommen, erstmals in der Geschichte des Kantons Wallis zwei Sitze in der Regierung zu stellen und zusammen mit der CVP eine Mitte-links-Regierung zu bilden.

CVP in Schiedsrichterrolle

Der vor vier Jahren mit dem besten Resultat gewählte SVP-Staatsrat Freysinger landete vor zwei Wochen nur auf dem sechsten Platz. Das Stimmvolk erteilte ihm damit einen happigen Denkzettel. Wenn Freysinger Rossini heute Sonntag schlagen will, muss der bisherige SVP-Staatsrat gut 2000 Stimmen mehr machen als im ersten Wahlgang.

Im zweiten Wahlgang werden die Karten allerdings neu gemischt. So ist noch keineswegs sicher, dass Freysinger definitiv aus der Regierung fliegt. Viel hängt davon ab, wie sich die CVP-Wähler verhalten, die Freysinger im ersten Wahlgang abgestraft hatten. Dies vor allem deshalb, weil er mit seinem Rechtsbürgerlichen Bündnis und dem abtrünnigen CVP-Politiker Nicolas Voide die CVP spalten wollte.

Vom bürgerlichen Schreckgespenst einer Mitte-links-Regierung profitieren möchte aber auch die FDP, die mit ihrem erst 37-jährigen politischen Quereinsteiger Frédéric Favre nochmals antritt.

Alt FDP-Bundesrat Pascal Couchepin hatte in zahlreichen Interviews die CVP zu einer Allianz mit der FDP aufgerufen. Die FDP möchte unbedingt ihren traditionellen Sitz in der Walliser Regierung zurückerobern, den sie vor vier Jahren an die SVP verloren hatte.

Zweite Runde auch im Kanton AR

Appenzell Ausserrhoden wählt heute Sonntag einen Nachfolger für die zurücktretende Bau- und Volkswirtschaftsdirektorin Marianne Koller (FDP). Die SVP und die Parteiunabhängigen machen der FDP den Sitz streitig. Im ersten Wahlgang erreichte keiner der drei Kandidaten das absolute Mehr.

Aussichtsreichster Kandidat ist FDP-Kantonsrat Dölf Biasotto. Der 55-jährige Unternehmer erreichte im ersten Wahlgang am meisten Stimmen. Gegen ihn treten erneut Kantonsrat Peter Gut (Parteiunabhängige) und die Bühler Gemeindepräsidentin Inge Schmid (SVP) an.

SDA-ATS