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Im Juni 1995 verhüllte Christo und seine Frau Jeanne-Claude (1935-2009) den Reichstag in Berlin (Archiv)

/AP/JOCKEL FINCK

(sda-ats)

In knapp sieben Wochen kehrt Verhüllungskünstler Christo erstmals seit 40 Jahren mit einem Grossprojekt nach Italien zurück: "The Floating Piers". Besucher können ab dem 18. Juni über schwimmende Stege auf dem Wasser des Iseo-Sees in der Lombardei wandeln.

Das Besondere: Die Stege sollen nicht schaukeln, sondern die Bewegung der Wellen nachahmen, sie in sich aufnehmen. "Die Menschen werden das Wasser unter ihren Füssen spüren und sehen, wie sich die Wellen unter der Oberfläche des Stoffes bewegen", sagte der 80-jährige Christo der Deutschen Presse-Agentur. Er arbeitet derzeit in New York mit Hochdruck an letzten Skizzen und Zeichnungen.

Projektleiter Wolfgang Volz, der auch Christos langjähriger Fotograf ist, betonte: "Viele werden wahrscheinlich die Schuhe ausziehen, wenn sie über den Steg laufen. Das Gefühl kann man kaum beschreiben, man muss es erleben." Das Projekt endet am 3. Juli.

Die Vorarbeiten am See, bei denen mehr als 200'000 Schwimmwürfel aus Kunststoff zusammengeschraubt werden, laufen seit Monaten. Christo und seine 2009 gestorbene Frau Jeanne-Claude hatten 1995 den Berliner Reichstag in Stoffbahnen verpackt.

sda-ats

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