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Zahlreiche Personen lassen sich die keltischen Objekte erklären.

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

(sda-ats)

Mehr als 1300 Personen haben am Samstag die keltische Ausgrabungsstätte in Vufflens-la-Ville VD aus dem 2. Jahrhundert vor Christus besucht. Die aussergewöhnlichen Ruinen einer keltischen Stadt waren bei Sondierungsarbeiten für die Kantonsstrasse entdeckt worden.

Die Überreste sind auf über 7000 m2 verteilt. Sie seien von einer seltenen Qualität und sehr gut erhalten, sagte Anne Schopfer, leitende Mitarbeiterin bei der für die Ausgrabungen zuständigen Firma Archeodunum.

Die Stätte war zwischen dem 2. und dem 1. Jahrhundert vor Christus bewohnt. Gemäss Schopfer lebten hunderte wenn nicht tausende Menschen an diesem Ort. Die Archäologen fanden bisher über 400 Schmuckstücke und rund hundert Währungen, darunter solche aus Marseille, Zürich oder aus Norditalien.

Das sei ein Beweis, dass Vufflens ein wichtiges Drehkreuz auf der Nord-Süd und der Ost-Westachse war. Am Rande der früheren Stadt stiessen die Forscher auf fünf Keramik-Brennöfen und auf zwei Friedhöfe.

Ausser in Vufflens gibt es in der Schweiz nur in Bern, Yverdon und Basel vergleichbare archäologische Stätten aus dieser Zeit. Speziell an Vufflens ist, dass die Stadt auf einem heutigem Landwirtschaftsgebiet liegt. Dadurch wurde sie nicht von späteren Siedlungen beeinflusst und blieb in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten.

sda-ats

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