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Das Zika-Virus wird vor allem von der Gelbfiebermücke übertragen. In vielen Fällen merken Infizierte gar nicht, dass sie das Virus ins sich tragen.

Keystone/AP/ARNULFO FRANCO

(sda-ats)

In der Schweiz sind seit Einführung der Meldepflicht Anfang März 16 Fälle von Infektionen mit dem Zika-Virus festgestellt worden. Weil nur wenige der Infizierten Symptome aufweisen und zum Arzt gehen, dürfte die Zahl der Betroffenen wesentlich höher sein.

Bei den 16 Fällen handle es sich um laborbestätigte Fälle, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, sagte Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und Internationale Zusammenarbeit beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Bei sämtlichen 16 Personen handelte es sich um Reiserückkehrer.

In sieben Fällen ist bekannt, wo sich die infizierten Personen zuletzt aufhielten. Je zwei reisten aus Brasilien und Kolumbien in die Schweiz, je eine Person aus Bolivien, Guadeloupe und Ecuador.

In 60 bis 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion mit dem Zika-Virus symptomlos und für die Infizierten unbemerkt. In den übrigen 20 bis 40 Prozent der Fälle können mittelschwere Symptome wie leichtes Fieber, Hautausschlag mit roten Punkten, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten.

Die Überträgerin der aktuellen Epidemie ist die Gelbfiebermücke, die in den tropischen und subtropischen Gebieten sehr verbreitet ist. Sie überträgt auch das Dengue- und das Chikungunyafieber.

Gemäss den neusten BAG-Zahlen wurden in der Schweiz dieses Jahr bisher 101 Fälle von Denguefieber festgestellt. Das sind bedeutend mehr als in den Jahren zuvor, als 45 (2015) und 37 Fälle (2014) verzeichnet wurden. Chikungunyafieber wurde dieses Jahr bisher bei 12 Personen festgestellt. 2015 waren es gesamthaft 20 Personen gewesen.

sda-ats

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