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Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen fand im österreichischen Graz seit Februar ein Prozess gegen einen islamistischen Hassprediger statt. Nun verurteilte das Gericht den 35-Jährigen zu 20 Jahren Haft.

KEYSTONE/APA/ERWIN SCHERIAU

(sda-ats)

Ein Hassprediger, der für die Terrormiliz Islamischer Staat warb, ist in Österreich zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Graz hielt es für erwiesen, dass der 35-Jährige über seinen Youtube-Kanal Männer für den Krieg in Syrien anwarb.

Er wurde damit auch wegen Anstiftung zu Mord und schwerer Nötigung verurteilt. Ein 28 Jahre alter Mitangeklagter erhielt zehn Jahre Haft. Beide Männer bestritten die Vorwürfe.

Das Landgericht tagte seit Februar unter grossen Sicherheitsvorkehrungen. Als Zeugen hatten Angehörige von jungen Männern, die als Kämpfer getötet wurden oder vermisst sind, die Wirkung der Predigten auf ihre Söhne und Brüder geschildert. Sie seien machtlos gewesen gegen die entflammte Bereitschaft, für den Dschihad zu sterben.

Am Mittwochabend hatte der redegewandt und höflich auftretende 35-Jährige noch in einem 40-minütigen Schlusswort erklärt, er habe nie zum Kampf aufgefordert. Nach mehrstündiger Beratung fiel das Urteil nach Mitternacht.

sda-ats

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