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Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos willigte bislang nicht in Friedensgespräche mit der ELN-Guerilla ein, weil diese seinen Bedingungen nicht nachgekommen ist. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/FRANCISCO SECO

(sda-ats)

Kolumbiens Sicherheitskräfte haben 20 Kämpfer der Guerillagruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) gefasst. Unter den Festgenommenen seien acht Minderjährige, teilte das Verteidigungsministerium am Sonntag mit.

Der gemeinsame Einsatz von Armee und Polizei in der Ortschaft Montecristo im Norden des Landes dauere an, hiess es weiter. Nach dem Friedensabkommen der Regierung mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) ist die ELN die letzte aktive Guerillagruppe in dem südamerikanischen Land.

Präsident Juan Manuel Santos hatte Ende Oktober den Beginn von Friedensgesprächen mit der ELN in letzter Minute verschoben. Er verlangte, dass die Rebellen zunächst einen entführten Ex-Abgeordneten freilassen. Die ELN wiederum fordert, dass zwei inhaftierte Rebellenkämpfer begnadigt werden.

Die ELN hatte ebenso wie die FARC 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen. Im Konflikt zwischen der Armee, ultrarechten Paramilitärs sowie linken Rebellen wurden mehr als 260'000 Menschen getötet. Mehr als 60'000 Menschen gelten als vermisst, weitere 6,9 Millionen wurden in die Flucht getrieben.

SDA-ATS