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Ein Feuerwehrmann begutachtet das abgesackte Strassenstück beim "Ponte Vecchio".

KEYSTONE/AP ANSA/MAURIZIO DEGL'INNOCENTI

(sda-ats)

Böse Überraschung für Autobesitzer in Florenz: Plötzlich liegt das eigene Auto in Asphalttrümmern zwei Meter tiefer, als es am Abend zuvor abgestellt wurde. Malerische Kulisse des Malheurs: Eine der berühmtesten Brücken der Welt.

In das etwa 200 Meter lange und sieben Meter breite Loch direkt vor dem "Ponte Vecchio" seien mindestens 20 Fahrzeuge gerutscht und anschliessend in Wasser- und Schlammmassen liegengeblieben, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch.

Die eingebrochene Strasse verläuft entlang des Flusses Arno und befindet sich gleich gegenüber den Uffizien, in denen unter anderem "Die Geburt der Venus" von Renaissance-Meister Botticelli zu sehen ist.

Die Menschen in Florenz hatten Glück im Unglück: Der Einsturz der Strasse ereignete sich bereits am frühen Morgen gegen 6.15 Uhr. "Es gibt keine Verletzten, aber Schäden, grosse Schäden", sagte Bürgermeister Dario Nardella. "Es handelt sich um ein sehr grosses Erdloch."

Die Museen des Palazzo Pitti blieben aus Sicherheitsgründen den ganzen Mittwoch geschlossen. Viele Schaulustige und Touristen nutzten die Gelegenheit, die im Schlamm feststeckenden Autos und den Asphaltkrater von der anderen Seite des Flusses Arno fotografisch festzuhalten. Einige der Autos mussten mit einem Kran aus dem Schlamm gezogen werden, andere wurden mit Abschleppwagen herausgeholt.

Leck im Wasserrohr

Die Ursache soll ein Leck in einem unter der Strasse verlaufenden Wasserohr gewesen sein, durch das der darüber liegende Asphalt aufgebrochen wurde. Bereits um kurz nach Mitternacht sollen Hilfskräfte wegen eines Rohrbruchs alarmiert worden sein.

Kurz darauf sei das Leck bereits 70 Zentimeter gross gewesen. Bis zum Mittag hat es noch weitere Einbrüche auf der Strasse gegeben, dabei sei unter anderem ein weiteres zehn Meter langes Loch entstanden, hiess es. Im Palazzo Vecchio wurde ein Krisenstab eingerichtet, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Die Einwohner von Florenz wurden dazu aufgerufen, vorerst die Strassen auf der linken Seite des Arno zu meiden. Ausserdem wurden mehrere Bewohner in der Nähe des Unglücksortes aufgefordert, ihre Häuser aus Sicherheitsgründen zu verlassen. Nardella betonte aber, dass "keine Gefahr" für die Gebäude bestünde. Die Menschen im Zentrum von Florenz seien in "absoluter Sicherheit", versicherte der Bürgermeister.

sda-ats

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