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2016 war eines der sichersten Jahre für die zivile Luftfahrt. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP/NICK UT

(sda-ats)

Das Jahr 2016 war vorläufigen Zahlen zufolge eines der sichersten in der zivilen Luftfahrt. Zu diesem Fazit kommen das Hamburger Flugunfallbüro JACDEC (Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre) und das Aviation Safety Network (ASN) in den Niederlanden.

Während JACDEC 321 Todesfälle weltweit zählte, kommt ASN aufgrund einer anderen Zählweise nach vorläufigen Angaben vom 29. Dezember auf 325 Luftfahrt-Tote.

Schlimmstes Unglück sei der Absturz einer Charter-Maschine der bolivianischen Fluggesellschaft LaMia bei Medellín in Kolumbien gewesen, bei dem 71 Menschen starben, unter ihnen 19 Fussballer des brasilianischen Erstligisten AF Chapecoense. Ursache war Treibstoffmangel.

Nach den ASN-Daten gab es bei insgesamt rund 35 Millionen Passagier-, Fracht-, Forschungs- und Löschflügen weltweit 19 Unglücke mit Todesopfern. "Sicherheit hat für alle am Luftverkehr Beteiligten absolute Priorität", erklärte Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), in einer Stellungnahme vom Sonntag.

Zwölfmal mehr Passagiere als 1970

Die Fluggesellschaften hätten im Jahr 2016 weltweit rund 3,7 Milliarden Passagiere befördert - fast zwölf Mal so viele wie im Jahr 1970, hiess es vom BDL.

"Die statistische Wahrscheinlichkeit, bei einem Unglück mit einem Passagierflugzeug ums Leben zu kommen, lag im Durchschnitt der 1970er Jahre bei 1 zu 264'000, im vergangenen Jahr bei 1 zu 12'847'000." Das Fliegen sei also etwa 49 Mal sicherer geworden.

Im Jahr zuvor waren 521 (JACDEC) beziehungsweise 560 (ASN) Luftfahrt-Tote gemeldet worden. Entsetzen und Fassungslosigkeit hatte 2015 vor allem der vorsätzlich in die Alpen gesteuerte Germanwings-Airbus verursacht.

Von JACDEC werden Unglücke mit mehr als 5,7 Tonnen schweren Maschinen mit mindestens 19 Sitzen erfasst, vom Aviation Safety Network Vorfälle bei Flugzeugen mit einer Kapazität von mindestens 14 Personen. Militärmaschinen sind ausgenommen - der Absturz der russischen Tupolew Tu-154 mit 92 Menschen über dem Schwarzen Meer im Dezember etwa floss nicht in die Statistik ein.

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SDA-ATS