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Angehörige von Opfern des Erdbebens trauern in der grossen Sporthalle von Ascoli Piceno um ihre Lieben. Insgesamt sind bei der verheerenden Naturkatastrophe nach Angaben des Zivilschutzes mindestens 290 Menschen getötet worden.

Keystone/AP/ANDREW MEDICHINI

(sda-ats)

Trauer und Tränen in Ascoli Piceno: Zum Staatsakt für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Italien sind zahlreiche Trauernde in die Sporthalle der Stadt gekommen.

Auch Staatspräsident Sergio Mattarella und Ministerpräsident Matteo Renzi nahmen an der Zeremonie am Samstag teil. 35 mit Blumen geschmückte Särge waren von Leichenwagen in den "Palazzetto dello Sport" gebracht worden.

Renzi zeigte sich vor dem Beginn der Trauerfeier tief bewegt und sprach mit zahlreichen Angehörigen. Die Präsidentin der italienischen Abgeordnetenkammer, Laura Boldrini, spendete weinenden Menschen Trost.

In der Halle standen die Särge aufgereiht, dazwischen trafen sich die Angehörigen. Pfadfinder wachten darüber, dass nur Familienmitglieder in die Halle gelangten. Die Zeremonie, zu der auch internationale Medienbeobachter anreisten, wird von einem Grossaufgebot an Sicherheitskräften bewacht.

Opferzahl steigt

Insgesamt sind bei der verheerenden Naturkatastrophe nach Angaben des Zivilschutzes mindestens 290 Menschen getötet worden, 388 lagen verletzt in Spitälern. Besonders schlimm betroffen waren die Orte Amatrice und Accumoli in der Region Latium, die Mattarella am Morgen besucht hatte. Die historischen Ortskerne der Bergdörfer sind völlig verwüstet.

388 Menschen wurden beim schweren Erdbeben verletzt, fast 2500 sind obdachlos. Das Beben ist damit inzwischen nahezu so verheerend wie jenes von L'Aquila im April 2009. Damals kamen 309 Menschen ums Leben.

sda-ats

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