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Soldaten in Nikosia gedenken der Todesopfer, welche die türkische Militärinvasion 1974 gefordert hatte.

KEYSTONE/EPA/KATIA CHRISTODOULOU

(sda-ats)

Trotz der laufenden Bemühungen um eine Wiedervereinigung Zyperns wurde auf der Insel der 42. Jahrestag der Teilung ganz verschieden begangen. Im griechisch-zyprischen Süden heulten am frühen Mittwochmorgen die Sirenen und die Kirchenglocken läuteten Trauer.

Damit wurde an die Opfer der türkischen Militärintervention und an die Teilung der Insel am 20. Juli 1974 erinnert, wie das zyprische Fernsehen (RIK) berichtete. Viele Menschen besuchten die Gräber ihrer damals getöteten Angehörigen.

Der türkische Norden hingegen feierte den Jahrestag des Eingreifens der türkischen Armee mit Militärparaden. Die Besetzung 1974 durch türkische Truppen wird im Norden als "Friedensaktion" bezeichnet.

Die Volksgruppenführer der griechischen- und der türkischen Zyprer, Nikos Anastasiades und Mustafa Akinci, bemühen sich seit Mai 2015 um eine Wiedervereinigung der Insel. Nach Fortschritten waren die Gespräche zuletzt wieder ins Stocken geraten.

Das Scheitern des Militärputsches in der Türkei hatten die Vertreter beider Volksgruppen mit Erleichterung aufgenommen. Das türkische Militär ist nach Einschätzung von Beobachtern nicht an einer Lösung des Konflikts interessiert.

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SDA-ATS