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Erstmals an Leichtathletik-Europameisterschaften werden heute Medaillen im Halbmarathon vergeben. Mit Tadesse Abraham zählt ein Schweizer in Amsterdam zum Favoritenkreis.

Drei Tage vor dem EM-Wettkampf reiste der 33-jährige Abraham aus dem Höhentrainingslager in Äthiopien in die Niederlande. Vor zwei Jahren in Zürich war der damals frisch einbürgerte Eritreer am Erwartungsdruck gescheitert, dies soll ihm diesmal nicht widerfahren. "Ich habe aus Zürich gelernt", erklärte Abraham, der im März in Seoul in 2:06:40 Stunden Viktor Röthlin den Schweizer Rekord im Marathon entrissen hatte.

Im Amsterdamer Museumsquartier werden ab 09.30 Uhr gleich vier Medaillensätze über die 21,0975 km vergeben - je zwei für die Einzel- und die Mannschaftswertung. Die Verantwortlichen von Swiss Athletics betrachten die Rennen jedoch nicht als Team-, sondern als Individual-Wettkampf. "Jeder darf seine eigene Chance wahrnehmen, es gibt keine Team-Order", stellte Coach Louis Heyer klar.

Neben Abraham nehmen bei den Männern mit Christian Kreienbühl, Adrian Lehmann, Andreas Kempf, Marcel Berni und Julien Lyon gleich fünf weitere Schweizer teil. Bei den Frauen selektionierte Swiss Athletics Laura Hrebec, Maja Neuenschwander, Martina Strähl und Martina Tresch.

Über 3000 m Steeple zeigte Fabienne Schlumpf in der Qualifikation eine überzeugende Vorstellung. Den Final von heute Nachmittag erreichte die Zürcher Oberländerin als Zweite. "Jetzt weiss ich, dass meine Beine gut sind. Das gibt mir Selbstvertrauen für den Final", freute sich Schlumpf.

Ebenfalls als Gesamtzweite den Final erreicht hat Lea Sprunger über 400 m Hürden. Die 26-jährige Waadtländerin reiste als Erste der europäischen Bestenliste nach Amsterdam. Die hohen Erwartungen hat sie in den Halbfinals am Samstagabend vollauf erfüllt; nur die Dänin Sara Slott Petersen wurde mit einer besseren Zeit gestoppt.

Nach dem Rekord die EM-Medaille?

Zum Abschluss der Titelkämpfe in Amsterdam greifen über 4x100 m beide Schweizer Staffeln ins Finalgeschehen ein. Das Frauen-Quartett mit Ajla Del Ponte, Sarah Atcho, Ellen Sprunger und Salomé Kora stellte am Samstagabend im Vorlauf in 42,87 Sekunden einen Schweizer Rekord auf. Die Schweizerinnen zogen damit als Gesamtdritte der Halbfinals in die Runde der besten acht ein und gehen folglich mit Medaillenambitionen in den letzten Wettkampftag. Die Schweizer Männer mit Pascal Mancini, Amaru Schenkel, Suganthan Somasundaram und Alex Wilson erreichten den Final mit der siebtbesten Zeit der acht Finalteilnehmer.

sda-ats

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