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Die Polizei führte in Brüssel im Rahmen der Ermittlungen zu den Anschlägen vom März eine Tatortrekonstruktion durch. Zudem verhaftete sie einen achten Verdächtigen: Einen 30-jährigen Belgier.

KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET

(sda-ats)

Die belgische Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit den Anschlägen in Brüssel einen achten Verdächtigen verhaftet. Gegen den 30-jährigen Belgier sei Haftbefehl erlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitagabend mit.

Ihm würden "die Teilnahme an Aktivitäten einer Terrorgruppe, Mord sowie versuchter Mord in einem terroristischen Kontext als Täter, Mittäter oder Komplize" vorgeworfen. Erst vor einer Woche hatten die Behörden einen siebten Verdächtigen im Zusammenhang mit den Anschlägen festgenommen.

Am Freitagnachmittag fand zudem in einer Wohnung im Brüsseler Stadtteil Etterbeek eine Rekonstruktion des Tathergangs statt, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Die nur zwei Kilometer vom Europaviertel entfernte Wohnung habe "wahrscheinlich als Versteck der Terrorgruppe und als Ausgangspunkt für den Anschlag in der U-Bahn-Station Maelbeek gedient".

Laut Staatsanwaltschaft wurden weitere mutmassliche Anschlagsbeteiligte für die Tatrekonstruktion in die Wohnung gebracht. Es habe keine Zwischenfälle gegeben, erklärte die Behörde, ohne weitere Angaben zu machen.

Am 22. März hatten sich zunächst zwei Attentäter im Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt. Knapp eine halbe Stunde später zündete ein Attentäter in einem U-Bahn-Wagen in der Station Maelbeek einen Sprengsatz und riss 16 Menschen mit in den Tod. Insgesamt wurden bei den beiden islamistischen Anschlägen in der belgischen Hauptstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

sda-ats

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