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Afghanische Soldaten sichern eine Strassensperre in Tarin Kot, wo die Armee eine Offensive gegen die Taliban lanciert hat.

KEYSTONE/EPA/STR

(sda-ats)

Mit Unterstützung der US-Luftwaffe haben afghanische Armeeeinheiten eine neue Offensive gegen die radikalislamischen Taliban in der Umgebung einer belagerten Provinzhauptstadt begonnen. Armee, Polizei und Sondereinheiten hätten dabei "Dutzende Taliban" getötet.

Auf Regierungsseite seien beim Einsatz in der Hauptstadt der Provinz Urusgan, Tarin Kot, 13 Tote und 20 Verletzte zu beklagen, sagte ein Sprecher der Provinzregierung am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die Offensive wurde den Angaben zufolge in der Nacht auf Sonntag gestartet, um die Taliban aus der unmittelbaren Umgebung der abgelegenen Provinzhauptstadt zurückzudrängen.

Tarin Kot ist seit Monaten belagert, am Donnerstag waren Taliban-Einheiten vorübergehend in die Stadt eingedrungen, wo es zu schweren Kämpfen kam.

Den Angaben zufolge flog die US-Luftwaffe drei Angriffe in der Umgebung von Tarin Kot, auch die afghanische Luftwaffe war im Einsatz. Geleitet wird die Offensive vom Polizeichef der Provinz Kandahar, General Abdul Rasik, dem ein Ruf als harter und rücksichtsloser Kommandant anhaftet.

Zivilisten geflohen

Nach dem Taliban-Angriff am Donnerstag waren viele Zivilisten aus Tarin Kot geflohen. Augenzeugen berichteten, die Taliban hätten in der Stadt Häuser geplündert. Viele Geflohene scheuten eine Rückkehr, da sie sich in der Stadt nicht sicher fühlten.

Die Taliban weiten derzeit ihre Sommeroffensive gegen die afghanischen Sicherheitsbehörden aus. Afghanistans Armee und Polizei hatten Anfang 2015 die volle Sicherheitsverantwortung von den internationalen Truppen übernommen. Sie tun sich allerdings schwer, den Aufstand der 2001 gestürzten Taliban niederzuschlagen.

Derzeit sind noch 13'000 Nato-Soldaten, zumeist aus den USA, in Afghanistan im Einsatz. Sie sind im Rahmen der Mission "Resolute Support" für die Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Einheiten zuständig.

sda-ats

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