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Für SFV-Generalsekretär Alex Miescher ist die Schweizer EM-Ausgangslage nach dem 1:1 gegen Rumänien "nahezu perfekt". Nun würde die Anspannung im Team hoch bleiben.

Am Tag nach dem 1:1 im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Rumänien und drei Tage vor dem Abschluss gegen den bereits für die K.o.-Phase qualifizierten Gastgeber Frankreich waren die Schweizer noch immer hin und her gerissen. Sollten sie zufrieden sein mit der guten Leistung, oder sollten sie enttäuscht sein über den Punktverlust und die verpasste vorzeitige Qualifikation für die Achtelfinals? Admir Mehmedi, der Torschütze zum Ausgleich, ist auch eine Nacht nach dem Spiel noch gleicher Meinung wie am Abend zuvor. "Wir wollten uns qualifizieren. Das ist uns noch nicht gelungen, deshalb sind wir enttäuscht."

Im Vergleich zum Spiel gegen Albanien sei es eine klare Steigerung gewesen, so Mehmedi. Trotzdem hat es nicht zum Sieg gereicht. "Das beweist, dass man an einer EM-Endrunde immer an die Grenzen gehen muss", sagte Mehmedi, der mit seinem Treffer zum ersten Schweizer wurde, der sowohl an einer WM- wie an einer EM-Endrunde ein Tor erzielt hat. Trotz diesem Eintrag in die Geschichtsbücher des Schweizer Fussballs sagte Mehmedi aber auch: "Ich würde das Tor gerne gegen einen Sieg und die Qualifikation für die Achtelfinals tauschen."

Für Alex Miescher, den Generalsekretär des Schweizerischen Fussball-Verbandes, könnte es hingegen sogar ein möglicher Vorteil sein, dass der Vorstoss unter die besten 16 noch nicht ganz realisiert wurde. "So bleibt die Anspannung im Team hoch. Das kann im Hinblick auf einen möglichen Achtelfinal von Nutzen sein. Deshalb würde ich sagen: Die Ausgangslage nach zwei Spielen ist nahezu perfekt."

Vom Spiel der Mannschaft ist Miescher angetan. "Dass sie trotz Müdigkeit und obwohl sie den Sieg nicht unbedingt gebraucht hat, bis zum Schluss nach vorne stürmte, machte grosse Freude. Die Mannschaft hat Vertrauen, sie glaubt nun sogar daran, dass Platz 1 möglich ist." Miescher verglich die EM-Endrunde mit einer Bergtour auf das Matterhorn. "Nach dem Spiel gegen Albanien waren wir am Dorfausgang von Zermatt. Jetzt sehen wir die Hörnli-Hütte."

Wofür der Gipfel des Matterhorns steht, wollte Miescher nicht verraten. "Wenn wir in den Achtelfinals sind, sind wir in der Hörnli-Hütte. Das wäre ein schöner Erfolg. Unter die Top 16 von Europa hat es die Schweiz auf sportlichem Weg erst zweimal, 1996 und 2004, geschafft."

sda-ats

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