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Die Aare führt beim Stauwehr in Port bei Biel derzeit viel Wasser. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Die Böden sind durch die Regenfälle der vergangen Tage gesättigt und können örtlich kaum mehr Regen aufnehmen. Das kann örtlich zu Rutschungen führen oder vereinzelt könnten auch Bäche über die Ufer treten.

Von einer Situation wie in den Hochwassergebieten Deutschlands oder Frankreichs ist die Schweiz aber weit entfernt. So fielen am Freitag auf der Alpennordseite nur etwa fünf bis zehn Liter Regen pro Quadratmeter, wie ein Meteorologe von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. Am Donnerstag hatte es in der Region Delsberg sowie im Jura 20 bis 25 Liter Regen pro Quadratmeter gegeben.

Es hat aber in den vergangenen Tagen immer wieder geregnet, weshalb die Böden gesättigt sind. Sie dürften die neuen angekündigten Niederschläge kaum mehr aufnehmen können. So gab es am frühen Freitagnachmittag auf der Bahnstrecke Basel-Delsberg zwischen Aesch und Grellingen für kurze Zeit eine Warnung wegen Erdrutschgefahr, wie den Bahnverkehrsinformationen zu entnehmen war.

Es kam aber zu keinen betrieblichen Einschränkungen, wie ein SBB-Sprecher sagte. Ein Geologe habe die Situation vor Ort als unproblematisch eingestuft.

Für das Wochenende sind laut dem Meteorologen lokal kräftige Schauer mit 20 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. Da zudem windschwache Verhältnisse herrschen, dürfte es teilweise an Ort und Stelle ausregnen, was lokal zu Problemen führen könnte.

Hohe Abflussmengen aus dem Bielersee

Trotz der immer wiederkehrenden Niederschläge ist die Warnschwelle bei weitem nicht erreicht. Dies zeigt auch das Naturgefahrenbulletin des Bundes. Zur weiteren Absenkung der Wasserstände von Neuenburger- und Bielersee wird der Abfluss aus dem Bielersees in den nächsten Tagen hoch gehalten, aber auf schadenfreiem Niveau reguliert.

Deshalb verblieben die Abflüsse in der Aare unterhalb des Bielersees auch bis Mitte des Wochenendes noch in der Gefahrenstufe 2. Dies bedeutet mässige Gefahr. An der Aare in Brügg wurden maximale Abflussmengen von 550 bis 600 Kubikmeter pro Sekunde erwartet.

Die Zuflüsse zu den Jurarandseen dürften sinken, jedoch in den nächsten Tagen aufgrund der vorhergesagten weiteren Niederschläge vorerst nach wie vor überdurchschnittlich sein. An kleineren Flüssen könnten Schauer mit hoher Intensität zu raschen Anstiegen der Abflüsse führen, heisst es im Naturgefahrenbulletin.

sda-ats

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