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Es ist noch ein weiter Weg bis zu einer etwaigen Dienstpflicht für Frauen und Männer. Durch bessere Kommunikation will Verteidigungsminister Parmelin erreichen, dass künftig mehr Frauen den Militärdienst absolvieren.

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Der Bundesrat prüft, ob die Dienstpflicht auf für Frauen gelten soll. Verteidigungsminister Guy Parmelin begrüsst entsprechende Vorschläge. Er schlägt vor, dass Frauen künftig an den Orientierungstagen der Armee teilnehmen müssen.

Er sei der Meinung, dass die Armee mehr Frauen brauche, sagte der Vorsteher des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) im Interview mit der "Schweizer Illustrierten" vom Freitag. Um dies zu erreichen, müsse man "besser kommunizieren, welche Chancen der Militärdienst bietet". Parmelin schlägt deshalb vor, den Besuch der Orientierungstage auch für Frauen für obligatorisch zu erklären.

Der Bundesrat hatte 2012 eine Studiengruppe eingesetzt mit dem Ziel, das heutige Dienstpflichtmodell zu überprüfen und Vorschläge für "ein möglichst gerechtes und an den realen Bedürfnissen ausgerichtetes System" auszuarbeiten.

Die Kommission sprach sich unter anderem dafür aus, dass auch Frauen verpflichtet werden sollen, Militär- oder Zivildienst zu leisten. Sie fordert ein System, mit dem rasch auf Notstände reagiert werden kann - etwa im Pflege- und Betreuungsbereich, oder bei unvorhergesehenen Bedrohungen und Gefahren.

Die Empfehlungen werden nun vom Verteidigungs- und Wirtschaftsdepartement ausgewertet. Bis zu einer etwaigen Ausweitung der Dienstpflicht dürfte aber noch viel Zeit verstreichen, findet der VBS-Vorsteher. Diese Diskussion brauche es, sagt Parmelin, "aber sie wird uns jahrelang beschäftigen, weil eine Verfassungsänderung nötig ist".

sda-ats

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