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Gedenken an die Opfer des Terrorattentates von Nizza: Eine französische Flagge und Blumen am Boden des Boulevard des Anglais.

Keystone/AP/LAURENT CIPRIANI

(sda-ats)

Der Attentäter von Nizza hat nach einem Zeitungsbericht vor der Bluttat sein ganzes Geld abgehoben. Er habe innerhalb einer Woche sein Konto geleert, berichtete die Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche" unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Am Tag vor dem Angriff mit einem Lastwagen auf eine feiernde Menschenmenge in der südfranzösischen Stadt habe er auch sein Auto verkauft und seinem näheren Umfeld seine Radikalisierung gestanden.

Rund 100'000 Euro soll er in den Tagen vor dem Drama seiner Familie in Tunesien auf illegalem Weg zugeschickt haben, wie der Bruder des 31-jährigen Tunesiers in einem Interview mit der britischen Boulevardzeitung "Daily Mail" sagte.

Weitere Festnahmen

Im Zuge der Ermittlungen wurden am Sonntag zwei weitere Personen festgenommen. Es handelte sich um einen Mann und eine Frau, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Justizkreise meldete.

Die ersten Vernehmungen der Festgenommenen hätten daraufhin gedeutet, dass sich der noch nicht als Islamist aktenkundige Täter in jüngster Zeit dem radikalen Islam zugewandt habe, berichtete AFP unter Berufung auf Polizeiquellen. Die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahestehende Nachrichtenagentur Amak bezeichnete den Tunesier am Samstag als "Soldat" des IS.

Weiter hiess es am Sonntag aus den Ermittlerkreisen, der Täter sei vor seiner Tat zweimal mit dem Lastwagen am Anschlagsort gewesen. Er sei am Dienstag und Mittwoch an die Strandpromenade von Nizza gefahren, hiess es.

In Nizza war ein 31-jähriger Tunesier am späten Donnerstagabend kurz nach dem Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag auf der Strandpromenade mit einem Lastwagen durch eine Menschenmenge gefahren und hatte dabei mindestens 84 Menschen getötet und zahlreiche weitere zum Teil lebensgefährlich verletzt, bevor Polizisten ihn erschossen.

Die Opfer des Anschlags sollen nach Angaben der französischen Regierung ab der kommenden Woche finanzielle Hilfe bekommen.

sda-ats

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