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Storen schützen heute zahlreiche verglaste Büros vor der Sonne. Bei Hagel gehen die Sonnenschutzelemente aber schnell kaputt - deshalb sollen sie automatisch hochfahren, wenn es hagelt. (Archivbild)

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

(sda-ats)

Jährlich rund 100 Millionen Franken kosten Hagelschäden - vor allem kaputte Storen - die kantonalen Gebäudeversicherungen im Schnitt. Sie setzen nun auf ein Vorwarnsystem, das die Storen automatisch hochfahren lässt.

Das System von SRF Meteo berechnet alle fünf Minuten die Hagelprognose. Droht Hagel in einer Region, sendet das System ein Signal an die gefährdeten Gebäude, die mit einer elektronischen Storensteuerung und dem System ausgestattet sind. Die Storen fahren dann automatisch hoch - um nach einem Entwarnungssignal wieder in Position zu gehen.

Schweizweit würden in den nächsten Jahren hunderte Gebäude mit dem System ausgestattet, schreibt die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF in einer Mitteilung. Die Gebäudeversicherungen tragen die Kosten.

Sonnenschutzelemente seien empfindlich und würden deshalb durch Naturereignisse vermehrt verletzt, schreibt die VKF. Das Problem: Ein Grossteil der Bevölkerung sei sich dessen kaum bewusst.

Wenn es draussen stürmt und hagelt, würden viele Personen instinktiv ihre Lamellenstoren schliessen. Dabei würden diese schnell beschädigt oder zerstört, während die darunterliegenden modernen Fenster und Fensterrahmen heute sehr robust seien.

sda-ats

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