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Timea Bacsinszky scheidet am US Open in der 2. Runde nach einer Dreisatz-Niederlage aus. Stan Wawrinka steht hingegen nach einer soliden Leistung in der 3. Runde.

Es waren bittersüsse Gefühle bei Timea Bacsinszky nach einer unnötigen 4:6, 6:4, 4:6-Niederlage gegen die 53 Plätze schlechter klassierte Amerikanerin Varvara Lepchenko. Einerseits freut sich die 27-jährige Waadtländerin nach dem langen Übersee-Trip in Brasilien und den USA auf ein paar freie Tage zuhause in der Schweiz, anderseits machte ihr das frühe Ausscheiden am US Open sichtlich zu schaffen. Sie habe sich nichts vorzuwerfen, meinte sie. Lepchenko habe am Ende des ersten und des dritten Satzes einfach "exzellent" gespielt.

Einsatzmässig musste sich die Silbermedaillen-Gewinnerin von Rio im Doppel tatsächlich nichts vorwerfen. Sie kämpfte sich im zweiten Satz ins Spiel zurück und hatte im entscheidenden dritten Durchgang zunächst alle Vorteile auf ihrer Seite. Bacsinszky führte zweimal, 2:0 und 3:2, mit einem Break - und bei 4:4 verschaffte sie sich nochmals drei Chancen zu einem vielleicht vorentscheidenden 5:4. Stattdessen holte sich wenige Minuten später Lepchenko mit einem Break zu null den Match. Da half nicht einmal mehr Glücksbringerin Lara Gut.

Über weite Strecken hatte es der Schweizerin an der nötigen Aggressivität und Spritzigkeit gefehlt. Sie machte einen müden Eindruck und überliess die Initiative zu oft der in Usbekistan geborenen Linkshänderin mit ukrainischen Eltern. Die Nummer 15 der Welt verpasste so den zweiten Einzug in eine 3. Runde am US Open nach 2008. Immerhin kam sie eine Runde weiter als noch vor einem Jahr.

Wawrinka sicher in die 3. Runde

Besser machte es Stan Wawrinka im Männerfeld. Der US-Open-Halbfinalist von 2013 und 2015 setzte sich nach wie bei Bacsinszky langem Warten auf einen Regenstopp in knapp zweieinhalb Stunden 6:1, 7:6 (7:4), 7:5 gegen den Italiener Alessandro Giannessi durch. Gegen die Nummer 243 der Welt hatte der 31-jährige Waadtländer über weite Strecken alles im Griff, machte sich das Leben aber ab und zu selber schwer.

Im zweiten Satz geriet er gegen den Qualifikanten, der vor zweieinhalb Wochen mit Genève Eaux-Vives den Meistertitel im Schweizer Interclub gewonnen hat, früh 0:3 in Rückstand und musste bei 3:5 einen Satzball abwehren. Er tat dies mit einem Vorhand-Winner sehr souverän. Überhaupt traf Wawrinka die Bälle sehr gut und spielte enorm druckvoll, wenn er nicht ab und zu die Konzentration verlor. Noch einmal brachte er sich am Ende des dritten Satzes in die Bredouille, als er bei 4:4 0:40 ins Hintertreffen geriet. Er machte jedoch erneut alle drei Breakbälle zunichte und zog wenig später wie immer seit 2012 in die 3. Runde ein.

Dort trifft er am Samstag auf den Engländer Daniel Evans (ATP 64), der den als Nummer 27 gesetzten Deutschen Alexander Zverev in vier Sätzen ausschaltete.

sda-ats

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