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Tiemoué Bakayoko, Monacos französischer Stürmer ivorischer Herkunft, besiegelt das Schicksal von Manchester City in der Champions League. Er erzielt nach 77 Minuten das entscheidende 3:1.

Pep Guardiola ist mit seinem Team in der Champions League so früh gescheitert wie noch nie. Der Spanier schied mit Manchester City in Monaco im Achtelfinal mit einer 1:3-Niederlage aus. Am Ende entschieden Bakayokos Tor in der 77. Minute und die Auswärtstore-Regel.

Das Achtelfinal-Duell zwischen Monaco und Manchester City geht als eines der spektakulärsten in die Geschichte der Champions League ein: Zwölf Tore fielen in 180 Minuten, das Momentum kippte teilweise fast minütlich und am Ende entschied die Auswärtstorregel.

Im Hinspiel schien Monaco mit drei Toren auf dem Weg zum Coup und verlor dann in Manchester doch 3:5. Im Rückspiel war Manchester City eine Halbzeit lang inexistent, stand vor dem Ausscheiden, steigerte sich aber nach der Pause dergestalt, dass es eine Viertelstunde vor dem Ende doch auf der Siegesstrasse war. Aber der Schlusspunkt gehörte dann gleichwohl Monaco: Einen Freistoss verteidigte Manchester City miserabel und Mittelfeldspieler Tiemoué Bakayoko köpfte Monaco aus zehn Metern zum zweiten Mal innerhalb von drei Saisons unter die besten acht Teams der Champions League (77.).

Berauschendes Element Monacos auf dem Weg in die Viertelfinals war die erste Halbzeit im Rückspiel. Obwohl Topskorer Radamel Falcao, der zweifache Torschütze in Manchester, wegen einer Oberschenkelverletzung ausfiel, hatte Monaco das Handicap aus dem Hinspiel noch vor Ablauf einer halben Stunde abgetragen. Der 18-jährige Shootingstar Kylian Mbappé (8.) und Fabinho (29.) trafen nach Angriffen über die linke Seite zur 2:0-Führung.

Monacos Leistung vor der Pause erinnerte an den Auftritt während der ersten Stunde im Hinspiel, als drei Tore gelangen. Oder an das Spiel vor wenigen Wochen in der Meisterschaft gegen Lucien Favres Nice, das 3:0 endete. Die junge Mannschaft von Coach Leonardo Jardim dominierte den prominenten und routinierten Gegner in den ersten 45 Minuten nach Belieben. Die Leistung von Monaco war umso erstaunlicher, weil in der Startformation acht Spieler standen, die 24 Jahre alt oder jünger waren. In einem Champions-League-Halbfinal stand aus dieser Mannschaft noch kein einziger Spieler.

Der Druck von Monaco war derart gross, dass Manchester City vor der Pause in keiner Phase seine Stärken in der Offensive ausspielen konnte. Stars wie Kevin De Bruyne, Raheem Sterling oder Sergio Agüero fanden nicht statt. Leroy Sané und David Silva waren mit Defensivaufgaben beschäftigt und überfordert.

Doch so sehr die Engländer vor der Pause enttäuschten, so erstaunlich war ihre Steigerung in der zweiten Hälfte. Das Spiel änderte sich grundlegend. Man fragt sich, ob Pep Guardiola in der Kabine die richtigen Worte gefunden hatte oder ob Monaco nach dem hohen Rhythmus der ersten Halbzeit die Luft schnell ausgegangen ist. Jedenfalls erspielten sich die Gäste zwischen der 57. und 65. Minute durch Sergio Agüero Chance um Chance, ehe Leroy Sané nach einer zu kurzen Abwehr von Monacos Keeper Danijel Subasic das scheinbar den Weg in die Viertelfinals ebnende Tor zum 1:2 gelang (71.).

Doch schon sechs Minuten später lag Manchester City wieder zurück. Ein drittes Comeback in diesem Duell gegen Monaco gelang nicht mehr und deshalb droht Guardiola die erste Saison als Trainer ohne Titelgewinn. In der Premier League beträgt der Rückstand auf Chelsea zehn Punkte und im Ligacup ist Manchester City früh gescheitert. Letzte Chance bleibt der FA-Cup, in dem man in den Halbfinals auf Arsenal trifft. Besser unterwegs ist Monaco: Der Leader der Ligue 1 kann noch immer als erstes Team überhaupt die vier Titel in Meisterschaft, Cup, Ligacup und Champions League gewinnen.

Bayer Leverkusen hatte im Rückspiel bei Atletico Madrid nach dem 2:4 im Heimspiel nie die Chance auf die grosse Wende. Am Ende gab es für den Bundesligisten dank des 0:0 immerhin eine Ehrenmeldung. Bayer Leverkusen (ab der 81. Minute mit Admir Mehmedi) beendete somit Atleticos Serie von acht Heimsiegen in Folge in der Champions League.

Monaco - Manchester City 3:1 (2:0)

16'000 Zuschauer. - SR Rocchi (ITA). - Tore: 8. Mbappé 1:0. 29. Fabinho 2:0. 71. Sané 2:1. 77. Bakayoko 3:1.

Monaco: Subasic; Sidibé, Raggi (70. Almamy Touré), Jemerson, Mendy; Bernardo Silva, Fabinho, Bakayoko, Lemar; Germain (91. Dirar), Mbappé (81. João Moutinho).

Manchester City: Caballero; Sagna, Stones, Clichy (84. Iheanacho), Kolarov; Fernandinho; Sterling, David Silva, De Bruyne, Sané; Agüero.

Bemerkungen: Monaco ohne Glik (gesperrt) sowie Falcao, Boschilia und Carrillo (alle verletzt), Manchester City ohne Gündogan und Gabriel Jesus (beide verletzt). Verwarnungen: 11. Sagna (Foul). 58. De Bruyne (Foul). 59. Bakayoko (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 74. Sterling (Foul). 89. Germain (Foul). 92. Lemar (Foul).

Atletico Madrid - Bayer Leverkusen 0:0

54'907 Zuschauer. - SR Karasew (RUS).

Atletico Madrid: Oblak; Vrsaljko, Gimenez, Godin, Lucas; Saul Niguez, Thomas, Koke, Carrasco (71. Savic); Correa (65. Galtan), Griezmann.

Bayer Leverkusen: Leno; Hilbert, Jedvaj, Dragovic, Wendell; Bellarabi, Baumgartlinger, Kampl, Brandt (78. Bailey); Volland (88. Aranguiz), Chicharito (81. Mehmedi).

Bemerkungen: Atletico Madrid ohne Filipe Luis und Gabi (beide gesperrt) sowie Gameiro (verletzt), Bayer Leverkusen ohne Calhanoglu und Henrichs (beide gesperrt) sowie Kiessling, Bender, Tah und Toprak (alle verletzt). Verwarnungen: 64. Jedvaj (Foul), 66. Gimenez (Foul), 71. Baumgartlinger (Foul), 89. Galtan (Foul).

SDA-ATS