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Schwindelfrei: Samuel Volery balanciert auf einer durchhängenden Highline zwischen den Churfirsten im Toggenburg.

Tobias Rodenkirch

(sda-ats)

Der 32-jährige Extremsportler Samuel Volery hat barfuss eine 540 Meter lange Highline überquert, die zwischen den Churfirsten gespannt war. Vor einem Jahr war dem Slackliner der Versuch noch missglückt, weil der Blitz das dünne Band zerstörte.

"Ich bin vor allem an schönen und schwierigen Projekten interessiert", sagt der Slackliner, der auch schon mehrere Weltrekorde aufgestellt hat; etwa im August 2015 als er in Andermatt UR neben der Teufelsbrücke einen Highline-Weltrekord brach. Mit 169 Metern schlug er den bisherigen Rekord um 24 Meter.

"Der Rekord ist uralt", sagt Volery. Im letzten Jahr seien die Bestmarken massiv verbessert worden. Der aktuelle Weltrekord liegt bei 1020 Metern und wurde in Frankreich aufgestellt. In der Schweiz seien solche Rekorde überhaupt nicht mehr möglich. "Wir bekommen für solche Distanzen keine Bewilligung", sagt der Jungunternehmer.

Zwei Zentimeter dünnes Band

Um das Projekt in den Churfirsten doch noch erfolgreich abzuschliessen, startete der 32-jährige Zürcher einen neuen Anlauf. "Wir waren ein halbes Jahr mit dem Vorbereitungen beschäftigt", sagt er. Vor zwei Wochen war es dann soweit: Mit einem 20-köpfigen Team spannte Samuel Volery dieselbe Highline zwischen Schibenstoll und Zuestoll wieder auf.

Und tatsächlich hat es diesmal funktioniert: Der Extremsportler ist die komplette Distanz auf dem zwei Zentimeter dünnen Band ohne einen Sturz durchgelaufen. Gesichert wurde er einzig mit einem rund ein Meter langen Verbindungsseil. Für die Begehung in 250 Metern über dem Boden brauchte er 40 Minuten. Es habe sich gelohnt, die Aussicht über die Churfirsten und den Walensee seien einmalig schön, so Volery.

sda-ats

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