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Brexit-Minister David Davis sieht für Grossbritannien nach dem EU-Austritt keine Zukunft im EU-Binnenmarkt. Stattdessen will er ein Freihandels-Abkommen mit der EU. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN

(sda-ats)

Der britische Brexit-Minister David Davis hält einen Verbleib Grossbritanniens im Europäischen Binnenmarkt nach einem EU-Austritt für unwahrscheinlich. Man wolle Zugang zum Binnenmarkt, aber nicht Teil davon sein.

Er strebe stattdessen ein Freihandelsabkommen mit der EU an, sagte Davis bei der Vorstellung des Brexit-Fahrplans im Parlament am Montag in London.

Eine Verknüpfung von Handelsabkommen und Arbeitnehmerfreizügigkeit lehnte Davis ab. "Ein Freihandelsabkommen ist kein einseitiges Geschenk, es ist von beiderseitigem Interesse", sagte Davis. Die Kontrolle der Einwanderung sei von grösster Bedeutung für die britische Regierung.

Mit Verweis auf die Exporte der deutschen Autoindustrie nach Grossbritannien sagte Davis, die EU werde aus eigenem Interesse einem Abkommen mit Grossbritannien zustimmen.

Davis' Rede wurde vom Spott einiger Abgeordneter begleitet. Einige Oppositionspolitiker riefen "leeres Geschwafel". Die aussenpolitische Sprecherin der oppositionellen Labour-Partei, Emily Thornberry, warf Davis "leere Platitüden" vor und der Regierung "Inkompetenz" bei der Planung des Brexit.

sda-ats

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