Bringt Dabbur die Wende für GC?


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Dreimal ist GC zuletzt in der Super League ohne Torerfolg geblieben. Rückkehrer Munas Dabbur soll die Flaute schon am Sonntag gegen Sion stoppen.

Er ist der Lichtblick in der Krise der Grasshoppers, der Hoffnungsträger: Munas Dabbur. Der Mann, der GC mit seinen Toren in der letzten Saison den Einzug in die Europa League ermöglicht hat und nun von Red Bull Salzburg temporär zurückgekehrt ist. Er soll den Sinkflug der Zürcher beenden, der durch den Abgang von Kim Källström deutlich an Fahrt gewonnen hat. "Munas ist wichtig auf und neben dem Platz", sagt Trainer Pierluigi Tami vor Dabburs Einstand am Sonntag gegen Sion.

49 Mal traf der 24-jährige Stürmer in 92 Spielen für die Grasshoppers. Nun kehrt er unter noch schwierigeren Vorzeichen zurück als bei seinem letzten Gastspiel, das er nach Platz 4 in der letzten Saison beendet hat. Mit Dabbur, der den Tritt in Salzburg auf Anhieb nicht gefunden hat und dem die Spielpraxis fehlt, will GC das Worst-case-Szenario, den Abstieg, verhindern. Nur: Als Stürmer wird der Israeli das Problem der verloren gegangenen Balance im Mittelfeld kaum lösen.

Wie es über die Saison hinaus mit GC weitergeht, steht in den Sternen. Im selben Atemzug, in dem Sportchef und CEO Manuel Huber Dabburs Rückkehr verkündete, verwies er auf die prekäre Finanzlage beim Rekordmeister. Um das Defizit zu decken, sei man bei GC auf Transfer-Erlöse angewiesen. In diesem Sommer dürften aber keine Millionen-Angebote kommen, zu bescheiden sind die Leistungen der Spieler auf dem Platz. Das dunkle Szenario, so scheint es, wird von einigen im Klub verdrängt. So jedenfalls lassen sich Hubers mit Nachdruck platzierte Worte interpretieren.

Vorderhand blicken sie auf dem GC-Campus auf die nächste Partie: das Heimspiel gegen Sion. Mit einem Sieg könnte sich GC aus dem Abstiegskampf bis auf Weiteres fernhalten. Andernfalls droht die Konkurrenz von hinten weiter heranzurücken. Für Dabbur gilt es, die Torflaute zu stoppen. Dreimal blieben die Zürcher zuletzt ohne Torerfolg, zum Auftakt der Rückrunde setzte es Niederlagen gegen Thun (0:1) und Lugano (0:3) ab.

Duell der Abstiegskandidaten in Vaduz

Mit Vaduz und Lugano duellieren sich am Sonntag zwei Abstiegskandidaten. Gewinnen die Liechtensteiner, könnten sie Lausanne und Thun überholen und bis auf einen Punkt zu Lugano auf Platz 7 aufschliessen. Lugano seinerseits, das Vaduz-Trainer Giorgio Contini aufgrund der Wintertransfers nicht zu den Abstiegs-Anwärtern zählt, könnte mit dem zweiten Sieg in Folge an den Grasshoppers vorbeiziehen. Allerdings liegt Vaduz den Tessinern nicht. Von den letzten fünf Duellen verloren sie drei und spielten zweimal unentschieden.

Im St.-Jakob-Park empfängt Basel den Aufsteiger Lausanne-Sport. Für die Gäste aus der Romandie stehen die Karten schlecht. Letztmals konnten sie im September 2000 in Basel gewinnen. Von den letzten 20 Duellen gewannen sie keines und verloren 18. Der Ausfall von FCB-Regisseur Matias Delgado wegen einer Entzündung im Fussgelenk ändert an der Favoritenrolle freilich nichts.

SDA-ATS

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