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An den Junioren-Weltmeisterschaften in Are in Schweden erringen Loïc Meillard und Camille Rast die Goldmedaille. Meillard holt den Titel im Riesenslalom, Rast siegt im Slalom.

Bereits nach dem ersten Durchgang hatte Loïc Meillard vorne gelegen, allerdings nur knapp. Lediglich 6 Hundertstel betrug seine Reserve auf den zweitplatzierten Bulgaren Anton Popov. Doch im zweiten Lauf zeigte sich der im Kanton Neuenburg aufgewachsene Walliser souverän. Mit 57 Hundertstel Vorsprung auf den zweitplatzierten Norweger Timon Haugan holte er sich den Titel im Riesenslalom, der ihm vor zwei Jahren noch verwehrt geblieben war. Damals war Meillard Zweiter geworden - hinter dem längst zum Ski-Star gereiften Norweger Henrik Kristoffersen.

Meillard steht nun bereits mit fünf Medaillen an Junioren-Titelkämpfen zu Buch. Am Samstag hatte er sich zum zweiten Mal nach 2015 den Titel in der Kombination erobert, dazu gewann er vor zwei Jahren neben Silber im Riesenslalom auch noch Bronze im Super-G.

Der Riesenslalom ist jene Disziplin, in welcher der vielseitige Westschweizer im Weltcup bislang die besten Resultate vorweisen kann. Achter war er vor Jahresfrist in Kranjska Gora, und Anfang März gelang ihm mit dem 10. Platz das beste Ergebnis des aktuellen Winters, in dem er im Dezember einen Meniskusschaden operativ behandeln lassen musste. Inzwischen geht es ihm aber weit besser als dem Innerschweizer Marco Odermatt, dem letztjährigen Junioren-Weltmeister im Riesenslalom, der seine Saison - ebenfalls wegen einer Meniskusverletzung - abgebrochen hat.

Meillard ist erst der vierte Schweizer Junioren-Weltmeister im Riesenslalom, der Basis-Disziplin im alpinen Skisport. Thomas Wolf war 1987 der erste Titelträger für Swiss-Ski, Daniel Albrecht 2003 der zweite, ehe es dank Odermatt und Meillard gleich zwei aufeinanderfolgende Siege gab.

Nach Riesenslalom-Enttäuschung das Slalom-Gold

Camille Rast sicherte der Schweiz einige Stunden nach dem Erfolg von Meillard die dritte Goldmedaille an den Junioren-Weltmeisterschaften in Are. Die 17-Jährige krönte sich als fünfte Juniorin von Swiss-Ski zur Slalom-Weltmeisterin nach Gabi Zingre (1989), Katrin Neuenschwander (1990), Marlies Oester (1995) und Denise Feierabend (2009).

Rast lag nach dem ersten Lauf acht Hundertstel hinter der Österreicherin Chiara Mair. Im zweiten Umgang war sie dann fast eine halbe Sekunde schneller als die 20-jährige Tirolerin, die Dritte wurde. Silber holte sich dank Bestzeit im zweiten Lauf die Kanadierin Ali Nullmeyer. Mit Nicole Good (6.) und Carole Bissig (11.) klassierten sich zwei weitere Schweizerinnen in den Top 15.

Fünf Weltcup-Rennen bestritt Rast in dieser Saison. Dabei gelang ihr mit dem 9. Platz beim Riesenslalom in Kronplatz Ende Januar ein sensationelles Ergebnis, das ihr auch die WM-Teilnahme sicherte. Im Slalom hingegen erreichte sie bei ihrer bislang einzigen Weltcup-Teilnahme in Semmering Ende Dezember den zweiten Lauf nicht. Dementsprechend schien eine Medaille von Rast eher im Riesenslalom wahrscheinlich als im Slalom. Als Favoritin musste sich sich in Are im Riesenslalom aber mit dem 12. Platz bescheiden.

SDA-ATS