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Die Führungsriege der Grasshoppers reagiert auf den anhaltenden Misserfolg. Der Klub trennt sich von Trainer Pierluigi Tami und ersetzt ihn durch Carlos Bernegger.

Nach dem 1:2 vom Samstag gegen Vaduz, der fünften Niederlage im sechsten Meisterschaftsspiel dieses Jahres, nehmen die Grasshoppers einen Wechsel auf dem Trainerposten vor. Tamis Nachfolger Carlos Bernegger war zuletzt in der Nachwuchsabteilung der Zürcher für die technische Ausbildung verantwortlich. Schon von 2000 bis 2008 hatte der 48-jährige argentinisch-schweizerische Doppelbürger in diversen Funktionen für den Rekordmeister gearbeitet. Dreimal übernahm er interimistisch die erste Mannschaft.

Bernegger, von April 2013 bis Oktober 2014 Cheftrainer des FC Luzern, wird das neue Amt bei GC vorerst bis Saisonende bekleiden. Es wartet einige Arbeit auf ihn. Nach den Abgängen starker Offensivkräfte wie Munas Dabbur, Yoric Ravet und Shani Tarashaj während oder nach der Saison 2015/16 fehlte der Mannschaft in den bislang 24 Runden dieser Super-League-Saison weitgehend die Durchschlagskraft. Mit dem Wegzug des schwedischen Führungsspielers und Spielgestalters Kim Källström nach anderthalb Jahren und kurz vor Beginn des Frühlingspensums kam es für die Zürcher noch schlimmer. Die Rückkehr von Munas Dabbur aus Salzburg konnte bisher nichts Entscheidendes bewirken. Aus den sechs Super-League-Spielen dieses Jahres holten die Zürcher bei einem Torverhältnis von 4:11 einen einzigen Punkt heraus.

Ausgerechnet der Israeli Dabbur hat Tamis Entlassung in Zürich möglicherweise beschleunigt. Im Match gegen Vaduz verschoss er nach vier Minuten der zweiten Halbzeit auf eher klägliche Weise einen Penalty. Der Penalty hätte den Ausgleich zum 1:1 bedeuten können. Der Match wäre danach mit einiger Wahrscheinlichkeit anders ausgegangen.

Bevor er im Januar 2015 Nachfolger des Deutschen Michael Skibbe wurde, hatte sich Pierluigi Tami vor allem als Auswahltrainer einen Namen gemacht. Mit dem Schweizer U21-Nationalteam erreichte er im Juni 2011 den 2. Platz an der Europameisterschaft in Dänemark. Im gleichen Jahr wurde Tami, der italienisch-schweizerische Doppelbürger, zum Schweizer Trainer des Jahres gewählt.

SDA-ATS