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CVP-Präsident Gerhard Pfister war "sehr schockiert" über die Demonstration zur Unterstützung des türkischen Präsidenten in Köln, wie er in einem Interview sagte.

KEYSTONE/EDDY RISCH

(sda-ats)

CVP-Präsident Gerhard Pfister lehnt eine Anerkennung des Islam als Landeskirche ab. Er sei "klar der Meinung, das sei der falsche Weg", sagte er in einem Interview.

"In vielen Ausprägungen des Islam besteht ein höchst problematisches Verhältnis zum Rechtsstaat", begründete Pfister gegenüber der "Zentralschweiz am Sonntag" seine Haltung. Dieses Verhältnis müsse geklärt sein, bevor über eine Anerkennung als Landeskirche diskutiert werden könne.

"Parallelrecht, wie es heute einige Muslime für sich fordern, darf in der Schweiz nie Realität werden, die Scharia kann in der Schweiz keine Anwendung finden", sagte Pfister im Interview weiter. Auch müsse die Finanzierung von Moscheen genauer angeschaut werden.

"Und wir müssen verhindern, dass ausländische politische Bewegungen in der Schweiz Unfrieden stiften." Pfister will daher das Demonstrationsrecht ausländischer Parteien und Körperschaften in der Schweiz einschränken.

Es sei sehr beunruhigend, dass die Türkei in Deutschland eine so starke politische Präsenz zeigen konnte, sagte Pfister mit Verweis auf eine Demonstration von Anhängern des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Köln. Es dürfe nicht sein, dass ein ausländisches Regime in der Schweiz seine Anhänger aufstachle.

SP-Präsident Christian Levrat hatte kürzlich gefordert, die Kantone sollten ernsthaft über die Stellung und allenfalls über die offizielle Anerkennung des Islam nachdenken. Levrat sieht darin ein Mittel, um "die Ausbildung und Finanzierung der Imame nicht ausländischen und vielleicht fundamentalistischen Kreisen zu überlassen".

sda-ats

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