Alle News in Kürze

In Toulouse startet Spanien am Montag zur Mission Titelverteidigung. Ab 15.00 Uhr geht es für die Iberer in ihrem ersten Spiel der Gruppe D gegen Tschechien.

Vor vier Jahren war es Spanien als erstem Verband gelungen, den EM-Titel erfolgreich zu verteidigen. Nun soll der dritte aufeinanderfolgende Coup folgen. Doch die goldene Generation, die ihr Wirken 2010 mit dem Sieg an der WM krönte, dünnt langsam aus. Die Mannschaft befindet sich im Umbruch. Mit Iker Casillas, Andrés Iniesta, Sergio Ramos, David Silva und Cesc Fabregas stehen nur noch fünf Spieler im Kader, die schon 2008 beim ersten Triumph mit dabei waren.

Nichts könnte den Umbau des Teams besser darstellen als die Situation in der Offensive. Der hochdekorierte Erfolgscoach Vicente Del Bosque, inzwischen 65-jährig, verzichtete auf Fernando Torres oder Diego Costa und setzt auf den zuletzt leicht angeschlagenen Alvaro Morata (Juventus Turin), den quirligen Nolito (Celta Vigo) oder den 35-jährigen Spätzünder Aritz Aduriz, der in dieser Saison im Dress von Athletic Bilbao ein Tor an das andere reihte.

Zuletzt allerdings interessierte in Spanien vorab die Frage, wer das Tor hütet. David De Gea, der sich grosse Hoffnungen macht, den Rekord-Internationalen und Captain Casillas als Nummer 1 zu verdrängen, soll in einen Skandal um einen Porno- und Zuhälterring verwickelt sein. Der Goalie von Manchester United bestreitet die Anschuldigungen vehement.

Die Hauptprobe aufs Turnier in Frankreich haben sowohl Spanien als auch Tschechien verpatzt. Spanien - in Bestbesetzung und mit De Gea im Tor angetreten - unterlag am letzten Dienstag zuhause gegen Georgien, die Nummer 137 der Weltrangliste, 0:1. Die Tschechen ihrerseits verloren, ebenfalls in einem Heimspiel, gegen Südkorea 1:2. Die Asiaten waren ein paar Tage zuvor von den Spaniern noch mit 6:1 abgefertigt worden.

Tschechien - mangels Alternativen noch immer angeführt vom mittlerweile 35-jährigen und zuletzt ein Jahr verletzten Tomas Rosicky - hat in der Qualifikation die Gruppe mit den ausgeschiedenen Niederländern auf Platz 1 beendet, vor Island und der Türkei, die sich auch in Frankreich wieder in derselben Poule befindet und ihr Startspiel (gegen Kroatien) schon am Sonntag bestritt.

sda-ats

 Alle News in Kürze