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Indi (links), Omysha und Chandra (Rüssel) nehmen Abschied von der toten Druk.

Zoo Zürich, Robert Zingg

(sda-ats)

Grosse Trauer im Zoo Zürich: Die Elefantenkuh Druk musste am Dienstag eingeschläfert werden. Nachdem sich die 49-jährige Elefantendame am Montag kurz vor Mitternacht hingelegt hatte, konnte sie nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen.

Die Tierpfleger hätten den anderen Mitgliedern der Elefantengruppe die Möglichkeit gegeben, sich von der toten Druk zu verabschieden, teilte der Zoo Zürich mit. So geschehe dies bei engen Elefanten-Familien auch in der Wildnis.

Druk war das älteste Säugetier im Zoo Zürich. Mitte April stürzte die Elefantenkuh nach einem Gerangel und musste von der Feuerwehr und dem Grosstier-Rettungsdienst mit einem Kran aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Zoo-Direktor Alex Rübel sagte damals den Medien, dass man von Tag zu Tag schaue, wie es ihr gehe. Wenn sie leide, müsse man sie einschläfern.

Kräfte haben sie verlassen

Nun haben sie ihre Kräfte endgültig verlassen. "Mit 49 Jahren hat sie ein für Elefanten schönes Alter erreicht", heisst es in der Mitteilung.

Druk, die mit 15 Monaten im Jahr 1968 nach Zürich kam, ist zwar nie selber Mutter geworden. Sie habe aber als Tante das Aufwachsen von zehn Jungtieren sehr eng und engagiert begleitet, schrieb der Zoo. Sie hätte einen eigenen, starken Charakter gehabt, zu dem nicht nur ihre grosse Liebe für die Jungtiere gehörte.

Ende 2014 wurde sichtbar, dass ihre Sehkraft offenbar stark nachgelassen hatte. Sie lief gegen Hindernisse und wollte vertraute Bereiche kaum noch verlassen, hiess es weiter. Druk bezog eine Box im Hintergrundbereich, wo sie sich quasi blindlings auskannte. Dort bekam sie regelmässig Besuch von den anderen Elefanten.

sda-ats

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