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Novak Djokovic gelingt der Start ins US Open mit einem Viersatz-Sieg gegen Jerzy Janowicz, richtig überzeugen kann die Weltnummer 1 aber nicht.

Nach einem musikalischen Feuerwerk durch Phil Collins zur Eröffnung des Arthur Ashe Stadiums mit dem neuen Dach gab Djokovic mit seinem Auftritt etwas Rätsel auf. Er geriet zwar beim 6:3, 5:7, 6:2, 6:1 nie ernsthaft in Gefahr, gegen die Nummer 247 der Welt zu verlieren, doch der Serbe zeigte kaum Emotionen, liess fast jegliche Dynamik vermissen und liess sich bereits im ersten Satz am rechten Ellbogen oder Oberarm behandeln. Die Frage bleibt deshalb offen, ob der Titelverteidiger 100 Prozent fit ist.

Djokovic hatte in diesem Sommer in der 3. Runde von Wimbledon und in der Startrunde der Olympischen Spiele verloren und zuletzt das Masters-1000-Turnier in Cincinnati wegen einer Verletzung am linken Handgelenk auslassen müssen. Nach dem Spiel wollte er keinen näheren Einblick zu seinem Gesundheitszustand gewähren. "Ich bin froh, dass ich in der 2. Runde stehe", sagte er. "Es ist nicht die Zeit, über Anderes zu sprechen." Der Pole Janowicz, der 2013 im Wimbledon-Halbfinal stand, danach aber auch wegen Verletzungen weit zurückgefallen ist, verstand es nicht, die relative Schwäche von Djokovic auszunützen.

Im zweiten Spiel dürfte der Test bereits etwas härter ausfallen. Djokovic trifft auf den Tschechen Jiri Vesely (ATP 49), der ihn im April in Monte Carlo geschlagen hat. Der Linkshänder fühlt sich allerdings auf Hartplätzen nicht besonders wohl und bekundete in der 1. Runde beim Fünfsatz-Sieg über den Inder Saketh Myneni, die Nummer 143 der Welt, viel Mühe.

Keinerlei Probleme kannten hingegen Rafael Nadal, der US-Open-Champion von 2010 und 2013, und Marin Cilic, der Überraschungssieger von 2014. Nadal setzte sich gegen den Usbeken Denis Istomin, in zweieinhalb Wochen Gegner der Schweiz im Abstiegs-Playoff, ebenso sicher in zwei Sätzen durch wie Cilic gegen den Brasilianer Rogerio Dutra Silva.

Prominentestes Opfer am Auftakttag war Richard Gasquet. Der Weltranglisten-15. aus Frankreich verlor gegen die britische Nummer 4 Kyle Edmund (ATP 84) deutlich 2:6, 2:6, 3:6. Eine grosse Überraschung ist das Aus des US-Open-Halbfinalisten von 2013 und Viertelfinalisten des letzten Jahres nicht: Der 30-jährige Wahl-Neuenburger litt zuletzt unter einer Rückenverletzung, die ihn zum Verzicht auf die Olympischen Spiele zwang. Er wurde zwar rechtzeitig auf das US Open hin wieder fit, konnte aber den Trainingsrückstand und die fehlende Matchpraxis nicht kaschieren.

Puig mit dem Olympia-Blues

Bei den Frauen zeigten sich die Favoritinnen mehrheitlich souverän, auch wenn French-Open-Siegerin Garbiñe Muguruza den ersten Satz abgeben musste. Nicht weit trug die Olympia-Euphorie hingegen Monica Puig (WTA 35). Die sensationelle Goldmedaillen-Gewinnerin von Rio unterlag in New York gleich in der 1. Runde der Chinesin Zheng Saisai (WTA 61) deutlich in zwei Sätzen.

sda-ats

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