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Ehemaliger Luzerner Verkehrsdirektor Kurt H. Illi gestorben

Luzern - Der ehemalige Luzerner Verkehrsdirektor Kurt H. Illi ist tot. Er erlag am Montag nach dem Besuch des Weihnachtscircus Conelli in Zürich einem Herzinfarkt, wie seine Familie am Mittwoch mitteilte. Am 14. November hatte Illi in Paris noch den 75. Geburtstag gefeiert.
Mit Kurt H. Illi verliert die Schweiz einen ihrer besten Verkäufer. Von 1978 bis 2000 war er Verkehrsdirektor der Stadt Luzern. Er kompensierte das kleine Marketingbudget des Verkehrsvereins mit unkonventionellen Aktionen. Illi verstand es wie kein anderer, Luzern den Reisegruppen aus USA und Asien als Tourismus-Destination schmackhaft zu machen.
Illi war es, der den Massentourismus in Luzern förderte und die Stadt in den USA und Asien zu einem Markenzeichen machte. Seine Mittel sind legendär: Tränen auf der abgebrannten Kapellbrücke, ein Bad im Anzug im Vierwaldstättersee, die Japaner-Hochzeiten auf dem Titlis oder eine per Helikopter angeflogene Krawatte für den Wasserturm.
Mehrfach ausgezeichnet
Nicht alle Aktionen waren von Erfolge gekrönt. So versuchte er 1992, arabische Touristen mit einer Regen-Garantie nach Luzern zu locken. Doch die Scheichs blieben aus.
Mit seinen unkonventionellen Methoden machte sich Illi nicht nur Freunde. Dennoch gilt er als äusserst erfolgreicher Verkehrsdirektor. Nicht zuletzt, weil er mit seinen PR-Aktionen für Luzern stets auch seine Person gekonnt in Szene zu setzen wusste und sich damit einen Platz in den Medien sicherte.
Für seine Arbeit wurde Illi mehrfach ausgezeichnet. 1985 gewann er in der Schweiz den Verkaufsförderungspreis. 2003 wurde er von der American Academy of Hospitality Sciences mit dem Five Star Diamond Award ausgezeichnet. Die japanische Stadt Yokosuka machte ihn zum Ehrenbürger.
Aktiv auch nach dem Rücktritt
Nach dem Rücktritt als Verkehrsdirektor war er bis 2006 Präsident der City-Vereinigung Luzern und Vorstandsmitglied von Basel Tourismus. Daneben leitete er Seminare über Marketing und Kommunikation, Workshops und half seiner Frau als Hochzeitsorganisator vorwiegend für Touristen aus Asien.
Illi hinterlässt seine Ehefrau und die erwachsenen Kinder Nina und Reto. Die Trauerfeierlichkeiten finden laut Medienmitteilung im engsten Familienkreis in Luzern statt.

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