Ermittlungen zu Terrorverdächtige in Berlin dauern an


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Hauseingang zu den Räumen des Moschee-Vereins "Fussilet 33" in Berlin-Moabit: Nach Medienberichten fand dort nach der Festnahme dreier Terrorverdächtiger eine Durchsuchung statt. (Archivbild)

KEYSTONE/dpa/A3576/_MAURIZIO GAMBARINI

(sda-ats)

Nach der Verhaftung von drei terrorverdächtigen Männern in Berlin gehen die Ermittlungen weiter. Die Polizei wollte sich in der Nacht zu Mittwoch über den aktuellen Stand nicht äussern, die Federführung liege bei der Staatsanwaltschaft.

Fest steht: Es hat Durchsuchungen und Festnahmen mit Haftbefehlen gegeben, wie ein Polizeisprecher am Dienstagabend sagte. Es gehe um den Verdacht auf Terror und Islamismus.

Hinweise auf konkrete Anschlagspläne in Deutschland sollen einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge nicht vorliegen. Demnach ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die Ermittler hätten Hinweise, dass die Männer möglicherweise kurzfristig in ein Kriegsgebiet ausreisen wollten.

Die Verdächtigen sollen enge Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und Irak gehabt haben. Die Polizei bestätigte einen Zusammenhang mit dem IS zunächst nicht. Die Verdachtslage habe für die Verhaftungen aber ausgereicht.

Umstrittene Moschee

Der "Bild" zufolge wurde auch die "Fussilet"-Moschee in Berlin-Moabit durchsucht. Dort sollen die Männer verkehrt haben.

Auch der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri war in diesem Moschee-Verein ein- und ausgegangen - er war unmittelbar vor dem Terroranschlag am 19. Dezember, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen, dort von einer Überwachungskamera gefilmt worden.

Am späten Dienstagabend war es vor der "Fussilet"-Moschee vollkommen ruhig. Der Berliner Senat will den Moschee-Verein verbieten. Der Antrag sollte bis Ende Januar fertig sein. In dem Moschee-Verein war zuletzt am 20. Januar ein Islamist verhaftet worden. Er war wegen Gewalttätigkeiten aufgefallen.

SDA-ATS

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