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Nico Rosberg gewinnt im Mercedes auch den vierten Grand Prix des Jahres. Der Deutsche siegt in Sotschi vor Teamrivale Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen im Ferrari

Rosberg blieb über die gesamte Renndauer unbehelligt. Nach dem gelungenen Start legte der Blondschopf an der Spitze ein Tempo vor, das keiner der Konkurrenten mitgehen konnte. Und als sich der wegen eines ausserplanmässigen Motorwechsels nur von Platz 10 losgefahrene Hamilton auf Position 2 vorgearbeitet hatte, betrug sein Rückstand auf seinen Teamrivalen bereits 13 Sekunden - eine zu grosse Marge, um Rosberg noch bedrängen zu können.

Nach seinem insgesamt 18. Triumph baute Rosberg als Führender in der WM-Gesamtwertung seinen komfortablen Vorsprung auf den ersten Verfolger Hamilton um 7 auf 43 Punkte aus. Mit dem vierten Vollerfolg in diesem Jahr ist der Deutsche zudem bei sieben Siegen ohne Unterbruch und einer Quote angelangt, die vor ihm nur drei Fahrer erreicht hatten. Der Italiener Alberto Ascari in den frühen Fünfzigern, in den Anfangsjahren der Formel-1-WM, und Sebastian Vettel in der zweiten Hälfte der Saison 2013 hatten neunmal in Folge gewonnen, Michael Schumacher 2004 ebenfalls siebenmal.

Für Vettel war das Rennen in Sotschi nach der dritten Kurve vorüber. Der Deutsche fand sich in der Begrenzungsmauer wieder, nachdem der Ferrari gleich zweimal von Daniil Kwjat im Red Bull von hinten gerammt. Ein Schelm, der denkt, dass sich der Russe mit seinem unüberlegten Tun für Vettels Schelte nach dem Grand Prix von China revanchiert habe. Vor zwei Wochen in Schanghai hatte Vettel Kwjat für seine Kollision mit Räikkönen verantwortlich gemacht und ihm gehörig die Leviten gelesen.

Das Team Sauber muss wie erwartet auch nach dem Abstecher ans Schwarze Meer auf sein erstes Erfolgserlebnis warten. Der vom letzten Startplatz losgefahrene Marcus Ericsson lag bei Rennhälfte wohl auf Platz 9. Der Schwede fiel dann in der Schlussrangliste aber auf Platz 14 zurück, weil er als einer der wenigen Fahrer einen zweiten Stopp zum neuerlichen Reifenwechsel einlegte. Felipe Nasr hat einen Tag zum Vergessen hinter sich. Dem Brasilianer, durch einen schleichenden Plattfuss und eine Sanktion durch die Stewards zusätzlich eingebremst, blieb nur Platz 16. Die Strafe, ein Zuschlag von 5 Sekunden auf seine Fahrzeit, wurde ausgesprochen, weil Nasr nach einem Ausritt neben die Piste in Kurve 2 nicht vorschriftsgemäss auf die Strecke zurückgekehrt war.

Sotschi. Grand Prix von Russland. Das Schlussklassement: 1. Nico Rosberg (GER), Mercedes. 2. Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 25,022 zurück. 3. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 31,998. 4. Valtteri Bottas (FIN), Williams-Mercedes, 50,217. 5. Felipe Massa (BRA), Williams-Mercedes, 74,427. 6. eine Runde zurück: Fernando Alonso (ESP), McLaren-Honda. 7. Kevin Magnussen (DEN), Renault. 8. Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari. 9. Sergio Perez (MEX), Force India-Mercedes. 10. Jenson Button (GBR), McLaren-Honda. Ferner: 14. Marcus Ericsson (SWE), Sauber-Ferrari. 16. Felipe Nasr (BRA), Sauber-Ferrari. - Ausgeschieden u.a.: Sebastian Vettel (GER), Ferrari (Kollision); Nico Hülkenberg (GER), Force India-Mercedes (Kollision).

WM-Stand (4/21). Fahrer: 1. Rosberg 100. 2. Hamilton 57. 3. Räikkönen 43. 4. Ricciardo 36. 5. Vettel 33. 6. Massa 32. 7. Grosjean 22. 8. Kwjat 21. 9. Bottas 19. 10. Verstappen 13. 11. Alonso 8. 12. Magnussen 6. 13. Hülkenberg 6. 14. Sainz 4. 15. Perez 2. 16. Button 1. 17. Vandoorne 1. - Teams: 1. Mercedes 157. 2. Ferrari 76. 3. Red Bull-Renault 57. 4. Williams-Mercedes 51. 5. Haas-Ferrari 22. 6. Toro Rosso-Ferrari 17. 7. McLaren-Honda 10. 8. Force India-Mercedes 8. 9. Renault 6. 10. Sauber-Ferrari 0.

sda-ats

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