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Beim Autozulieferer Feintool kommt es zu einem Chefwechsel. Konzernchef Heinz Loosli (62) tritt per 1. September nach siebenjähriger Tätigkeit an der Unternehmensspitze ab. Sein Nachfolger wird der fünfzigjährige Bruno Malinek.

Feintool spricht in der Medienmitteilung vom Dienstag von einem längerfristig vorbereiteten altersbedingten Wechsel. Malinek werde das Segment der Serienteilefertigung System Parts in Personalunion mit der CEO-Funktion führen.

Loosli hatte sein Amt im Oktober 2009 von Interimschef und Verwaltungsratspräsident Alexander von Witzleben in einer schwierigen Zeit mit einer Flaute in der Autoindustrie übernommen. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete Loosli bereits 13 Jahre bei Feintool.

Der abtretende Konzernchef soll an der Generalversammlung 2017 in den Verwaltungsrat gewählt werden. Die bisherigen Verwaltungsräte Wolfgang Feil und Kurt Stirnemann werden sich auf diesen Zeitpunkt hin aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl stellen.

Umsatzsteigerung im ersten Quartal

Feintool steht inzwischen gestärkt da und hat im vergangenen Jahr vom Wachstum der globalen Automobilindustrie profitiert, aber auch unter der Frankenstärke gelitten. Im ersten Quartal 2016 habe man weiter von der starken Marktstellung sowie vom grundsätzlich positiven Umfeld profitiert, teilte das Unternehmen mit.

Von Januar bis März 2016 setzte Feintool 139 Millionen Franken um. Das waren 16 Prozent mehr als 2015. Währungsbereinigt betrug das Wachstum 12 Prozent. Alle Regionen konnten zur Steigerung der Verkäufe beitragen.

Einziger Wermutstropfen sind der Auftragseingang und der Auftragsbestand. So nahm der Auftragseingang im Investitionsgütersegment "Fineblanking Technology" um über 23 Prozent auf 17,8 Millionen Franken ab. Obwohl sich die Auftragssituation nach wie vor rege präsentiere, verzögerten sich die Auftragsabschlüsse, heisst es in der Mitteilung. Der Auftragsbestand sank gegenüber der Vorjahresperiode um über 12 Prozent auf 39,4 Millionen Franken.

Positive Aussichten

Für das Gesamtjahr 2016 bestätigt das Unternehmen die bisherigen Prognosen und erwartet weiterhin eine positive Entwicklung. Demnach wird weiterhin mit einem Umsatzwachstum um 5 Prozent auf 530 Millionen Franken gerechnet sowie mit einer Marge des Betriebsgewinns (EBIT) von rund 7 Prozent.

sda-ats

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