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Haris Seferovic rettet die Eintracht Frankfurt im Barrage-Rückspiel gegen Nürnberg vor dem Abstieg aus der Bundesliga. Dem Schweizer Nationalstürmer gelingt beim 1:0-Auswärtserfolg der Siegtreffer.

Seferovic verwertete in der 66. Minute eine perfekte Vorlage des Serben Mijat Gacinovic zum 1:0 und beendete damit eine monatelange persönliche Durststrecke. Seit Ende November und der 1:2-Niederlage bei Mainz hatte der 24-Jährige nicht mehr getroffen.

Auch im letzten Saisonspiel zeigte sich Seferovic von Beginn weg bemüht, blieb aber wie seine Teamkollegen vorerst glücklos. Frankfurt rannte an und stemmte sich gegen den fünften Abstieg seit 1996. Letztendlich kann Seferovic trotz einer durchzogenen Saison doch noch mit einem Erfolgserlebnis ins EM-Vorbereitungscamp in Lugano einrücken.

Damit ist es den Frankfurtern gerade noch im richtigen Moment gelungen, ihre eklatante Auswärtsschwäche abzulegen. Vor dem entscheidenden Spiel in Nürnberg resultierten in 17 Auswärtspartien in dieser Saison lediglich drei Siege. Doch die 18. und entscheidende Partie auf fremden Terrain brachte der Eintracht die Erlösung. Tief durchschnaufen konnten auch Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der die Frankfurter nach 13 Jahren an der Vereinsspitze verlassen wird, und Nico Kovac, der die Eintracht erst seit Anfang März betreut.

Nürnberg zu harmlos

Nach dem 1:1 im Hinspiel hatte sich Nürnberg vor heimischer Kulisse lange gegen einen Gegentreffer gewehrt. Ein 0:0 hätte dem Team von René Weiler zum achten Aufstieg gereicht. Die Nürnberger wären damit alleiniger Rekord-Aufsteiger in der 53-jährigen Geschichte der deutschen Bundesliga geworden. Doch Frankfurt rannte an und wurde schliesslich mit dem Treffer von Seferovic belohnt. Danach musste das Heimteam offensiver agieren, doch die limitierten spielerischen Mittel wurden nun deutlich. Die beste Ausgleichsmöglichkeit vergab Niclas Füllkrug in der 89. Minute. Sein Abschluss landete jedoch im Aussennetz.

Damit wird mit Martin Schmidt (Mainz) aller Voraussicht nach nur ein Schweizer Trainer im nächsten August in die 54. Bundesliga-Saison steigen. René Weiler wäre nach Martin Andermatt (1999 mit Ulm) und Marcel Koller (2006 mit Bochum) erst der dritte Schweizer Trainer gewesen, der mit seinem Klub in die Bundesliga aufgestiegen wäre. Da der 42-jährige Winterthurer bei den Nürnbergern noch einen Vertrag für ein weiteres Jahr besitzt, dürfte er mit dem "Club" in der nächsten Saison einen weiteren Anlauf Richtung Oberhaus nehmen.

Nürnberg - Eintracht Frankfurt 0:1 (0:0). - 50'000 Zuschauer (ausverkauft). - Tor: 66. Seferovic 0:1. - Bemerkung: Frankfurt mit Seferovic (verwarnt/76.).

sda-ats

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