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Wegen verschärfter Sicherheitsvorkehrungen nach dem falschen Bombenalarm war es am Mittwoch am Flughafen Genf zu langen Wartezeiten gekommen.

KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

(sda-ats)

Wegen eines falschen Bombenalarms am Flughafen Genf ist eine Französin zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt worden. Drei Monate davon muss sie absitzen. Sie wollte die angebliche Geliebte ihres Mannes am Abflug hindern.

Bei der Verurteilten handelt es sich um eine 41-jährige Mutter von vier Kindern, die in Annecy im französischen Grenzgebiet südlich von Genf wohnhaft ist. "Sie wollte die Geliebte ihres Mannes am Abflug in die Ferien hindern", sagte Éric Maillaud, Staatsanwalt von Annecy, am Freitag der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Diese vor dem Strafgericht von Annecy vorgebrachte Version weicht von der Kommunikation der Genfer Staatsanwaltschaft vom Mittwoch ab. Die Genfer Strafverfolgungsbehörden hatten berichtet, dass sie ihren Ehemann am Abflug hindern wollte.

Das Urteil wurde am Donnerstag eröffnet, nachdem die Frau einer sofortigen Vorführung vor den Strafrichter, welche im französischen Strafprozessrecht möglich ist, unterzogen wurde.

Der Staatsanwalt führte das "enorme Sicherheitsdispositiv" aus, das nach dem falschen Bombenalarm aufgezogen wurde: Evakuierung eines Terminals, Personenkontrollen bei 13'000 Passagieren, Aufstockung des Sicherheitspersonals und Verspätungen bei den Abflügen.

Ehefrau zeigt Reue

Das alles habe "Riesenkosten" verursacht, sagte Maillaud. Die von der Flughafenpolizei informierte Staatsanwaltschaft des Kantons Genf hatte den Anruf nach Annecy zurückverfolgen können.

Der Verteidiger hatte im Prozess betont, dass seine Mandantin die Tat bereue. "Wir haben hier eine Affäre einer gekränkten Frau, verheiratet seit 22 Jahren, die aus Wut eine Bombe erwähnte", wird ihr Anwalt Tiphaine Barone am Freitag in der Genfer Zeitung "Tribune de Genève" zitiert.

sda-ats

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