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Nach massivem öffentlichen Druck verzichtet der Walliser SVP-Staatsrat Oskar Freysinger nun auf die Dienste des umstrittenen Beraters Piero San Giorgio. (Archivbild)

KEYSTONE/OLIVIER MAIRE

(sda-ats)

Der Walliser Sicherheitsdirektor Oskar Freysinger verzichtet nach massiven Protesten auf die Beratungsdienste des "Überlebensspezialisten" Piero San Giorgio. Er reagiert damit auf ein Video, das im Internet kursierte.

"Das Departement verurteilt die Aussagen des Beraters scharf und bedauert sie sehr", hiess es in einer Medienmitteilung des Walliser Departements für Bildung und Sicherheit (DFS). Piero San Giorgio habe an zwei Sitzungen teilgenommen, für die er auch entschädigt werde.

Man werde ihn weder für aktuelle noch für künftige Gutachten anfragen. Der Überlebensspezialist und Buchautor hatte im Wallis mit einem auf Facebook kursierenden Videos für Empörung gesorgt. Darin hatte er sich abschätzig über kranke und behinderte Menschen geäussert.

Die Präsidentin der Walliser Kantonsregierung, SP-Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten zeigte sich am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda "schockiert" über die Aussagen. Sie äusserte sich dabei als Privatperson

Petition mit 900 Unterschriften

Nicht nur Esther Waeber-Kalbermatten war schockiert darüber. In einer Online-Petition forderten bereits über 900 Personen die sofortige Absetzung von Piero San Giorgio. Am Freitag verurteilte auch die Walliser Vereinigung der Sozialarbeiter die Aussagen scharf.

Freysinger hatte den Überlebensspezialisten als Berater in eine Arbeitsgruppe geholt, welche das Wallis auf Risiken von möglichen Krisen vorbereiten soll. Die Arbeitsgruppe wurde am Dienstag vorgestellt. Noch am Donnerstag hatte der SVP-Staatsrat den umstrittenen Experten in einem Interview verteidigt.

sda-ats

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