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Unterdessen helfen fünf Länder den grossen Waldbrand auf Zypern zu bekämpfen. Gesamthaft 15 Löschflugzeuge sind im Einsatz.

Keystone/AP/PHILIPPOS CHRISTOU

(sda-ats)

Beim Kampf gegen den schlimmsten Waldbrand seit Jahren erhalten die Feuerwehrleute auf Zypern inzwischen Unterstützung von Löschflugzeugen aus fünf Ländern. Im Feuer sind am Montag zwei Menschen ums Leben gekommen und drei weitere wurden verletzt.

Der Brand war am Wochenende an mehreren Stellen in der Region Solea-Evrychou am Fusse des Berges Troodos ausgebrochen und konnte seitdem nicht unter Kontrolle gebracht werden.

"Wir haben leider zwei Tote. Zypern hat Hilfe bei der EU beantragt", sagte der für den Zivilschutz zuständige zyprische Minister Ionas Nikolaou im Staatsfernsehen (RIK) am Dienstagmorgen. Bei den Opfern handelt es sich um Feuerwehrleute, deren Fahrzeug von der Fahrbahn abkam, von einem Steilhang fiel und sich mehrmals überschlug, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Bislang seien 15 Quadratkilometer Wald und landwirtschaftlich genutztes Land zerstört worden, teilte die Feuerwehr mit. Frankreich und Italien schickten der Mittelmeerinsel am Dienstag Löschflugzeuge und folgten damit Israel, Grossbritannien und Griechenland, wie die Behörden mitteilten.

Rund 15 Löschflugzeuge sind inzwischen im Einsatz, am Boden kämpfen hunderte Feuerwehrleute gegen eine weitere Ausbreitung der Flammen. Zyperns Präsident Nicos Anastasiades begab sich in das vom Feuer bedrohte Gebiet und bedauerte, der Brand habe schon "irreparable Schäden" im Troodos-Gebirge angerichtet, dessen Gipfel bis zu 2000 Meter hoch sind.

Der Brand wurde nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr versehentlich von einem Zwölfjährigen entfacht, wie das Staatsradio berichtete. In der Region herrschen Temperaturen um die 40 Grad und extreme Trockenheit. Mehrere Häuser mussten wegen der herannahenden Flammen evakuiert werden.

sda-ats

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