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Der fatale Ausgang des Medikamententests, der im Januar in Frankreich einen Probanden das Leben gekostet hat, ist auf die Giftigkeit des getesteten Moleküls zurückzuführen. Das teilte die Arzneimittelbehörde ANSM am Dienstag nach einer Untersuchung mit.

Zwar seien die Regeln eingehalten worden, doch habe der Test teilweise gegen den "gesunden Menschenverstand" verstossen, erklärte der Leiter der von ANSM eingesetzten Expertengruppe, Bernard Bégaud. Denn bei der Studie für ein Mittel gegen Schmerzen und Angstzustände sei ein Molekül getestet worden, obwohl es schon Medikamente mit effizienteren Wirkstoffen gebe.

Als Konsequenz aus dem Drama müsse deswegen dafür gesorgt werden, dass nur Medikamente getestet würden, "bei denen die Chance besteht, dass sie zu etwas dienen", sagte Bégaud.

Sechs Testpersonen mussten im Januar in Rennes ins Spital gebracht werden, eine von ihnen starb. Vier der Überlebenden wiesen neurologische Probleme auf.

Der Test ging von einem portugiesischen Labor aus, um ein Schmerzmittel zu entwickeln. Seine fatalen Auswirkungen zeitigte das Molekül BIA 10-2474 erst, nachdem es von den Testpersonen über fünf Tage in einer Dosierung von 50 Milligramm eingenommen worden war.

sda-ats

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