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Nach einer von grossen Rückenproblemen geprägten Saison ist Marina Gilardoni an der WM in Königssee wieder am Start. Druck hat sie keinen, die Vorjahres-Vierte ist schon froh, wieder fahren zu können.

"Ich bin in diesem Jahr nie in einen Flow gekommen", erzählt die 29-jährige St. Gallerin, die im letzten Winter mit den ersten vier Podestplätzen ihrer Karriere, einer EM-Bronzemedaille und als Fünfte des Gesamt-Weltcups den Sprung an die Weltspitze geschafft hatte. Das ist auch kein Wunder. Wegen Rückenbeschwerden musste sie sich im Januar und Februar zwei Kortisonspritzen geben lassen. Seither geht es ihr körperlich wieder besser. Nachdem Gilardoni die letzten beiden Weltcup-Rennen in Königssee und Innsbruck auslassen musste, ist sie an der WM wieder dabei.

"Ich kann relativ locker an den Start gehen. Es geht in erster Linie darum, wieder ein gutes Gefühl in der Bahn zu bekommen." Die grosse Herausforderung sei auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt das Labyrinth, eine Kombination von kurzen, schnellen Kurven. "Der Rest der Bahn liegt mir gut." Wer diese Kombination viermal gut erwische, sei vorne dabei. "Die Schwierigkeit ist, dass du Risiko eingehen musst, um Tempo für den unteren Teil der Bahn zu bekommen. Aber wenn du zu viel riskierst, leert es dich aus."

Die Frauen haben in Oberbayern ein dicht gedrängtes Programm. Die ersten beiden Läufe tragen sie am Freitagnachmittag (ab 15.00 Uhr) aus, den dritten und vierten gleich am Samstagmorgen (ab 08.30 Uhr). Gilardoni ist das ganz recht. "Das ist mir lieber so, da habe ich nicht zu viel Zeit zum Nachdenken."

Rohrer und Graf bei den Männern am Start

Bei den Männern ist es anders. Sie starten am Freitag um 11.00 Uhr und beschliessen den Wettkampf erst am Sonntag (ab 08.30 Uhr). Für die Schweiz sind der 29-jähriger Obwaldner Marco Rohrer und der 24-jährige Bündner Riet Graf, Sohn des EM-Bronzemedaillengewinners von 1986, Erich Graf, am Start. Eine Rangierung im Bereich ihrer Weltcup-Bestergebnisse vom Januar in St. Moritz (12. Rohrer, 15. Graf), ist ein hohes Ziel.

Die Topfavoriten kommen bei den Frauen aus Deutschland, Österreich und Kanada, bei den Männern aus Deutschland, Russland und Lettland. Der im Weltcup führende Lette Tomass Dukurs strebt seinen fünften WM-Titel an, belegte aber vor vier Wochen im Weltcup auf der Bahn in Oberbayern nur den 6. Platz. Speziell ist der Entscheid des Weltcup-Zweiten Yun Sungbin. Der Südkoreaner trainiert lieber auf der nächstjährigen Olympiabahn in Pyeongchang als an der WM zu fahren.

SDA-ATS