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Der Genfer Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 deutlich mehr Luxusparfüms verkauft als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Insgesamt belief sich der Umsatz auf 1,15 Milliarden Franken - ein Plus von 5,6 Prozent.

Auf vergleichbarer Basis, also in Lokalwährungen sowie Akquisitionen und Veräusserungen ausgerechnet, liege das Wachstum mit 5,8 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert von 2,7 Prozent, teilte Givaudan am Dienstag mit. Vor allem in den Schwellenländern konnte das Unternehmen stark zulegen.

Der gute Jahresauftakt bei den Verkäufen darf indes nicht überbewertet werden: Die niedrigen Vergleichszahlen vom Vorjahr hätten zum Wachstum beigetragen. Daneben seien die Projektpipeline gut gefüllt und die Geschäftsabschlusszahlen auf anhaltend hohem Niveau.

Gefragte Luxusparfüms

Im Geschäftsbereich Riechstoffe - hier geht es um Parfüms, Shampoos, Waschmittel oder Deodorants - zog der Umsatz kräftig an - um 8,1 Prozent auf 561 Millionen Franken. Rechnet man die im vergangenen August übernommene Induchem hinzu, habe das Wachstum in Lokalwährungen sogar bei 9,5 Prozent gelegen, schrieb Givaudan.

Besonders Luxusparfüms fanden grossen Absatz: Über 10 Prozent mehr solcher Produkte wurden im ersten Quartal 2016 verkauft - besonders in Lateinamerika war das Wachstum stark. In Westeuropa wurde derweil ein Umsatzrückgang verzeichnet.

Der Bereich Konsumgüter steigerte den Umsatz auf vergleichbarer Basis um 9,3 Prozent. Dieses Plus kam ebenfalls wegen eines zweistelligen Wachstums in den Schwellenländern zustande. Alle Kundengruppen und Produktsegmente hätten dazu beigetragen, schrieb Givaudan.

Grosses Plus in Schwellenländern

In der zweiten Division Aromen lag das Umsatzplus zwischen Januar und März bei 3,4 Prozent. Insgesamt betrugen die Verkäufe in diesem Bereich 591 Millionen Franken.

Positiv ausgewirkt hätten sich die Neugeschäfte und die Ausweitung des bestehenden Geschäfts in Argentinien, Brasilien, Indien und Indonesien sowie die starken Ergebnisse in Japan, Südkorea und Nordamerika. In der Region Europa, Afrika und Naher Osten gingen die Verkäufe hingegen wegen des schwierigen Konjunkturumfelds um 3 Prozent zurück.

Ziele bestätigt

Die mittelfristigen Ziele bleiben derweil unverändert. Givaudan möchte über den Zeitraum 2015 bis 2020 weiter wachsen. "Wir wollen den Markt mit einem Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent übertreffen", schreibt der Weltmarktführer in der Herstellung von Duft- und Aromastoffen für Körperpflege- und Haushaltsprodukte sowie Nahrungsmittelindustrie.

sda-ats

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