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Seine Partei hat ausgedient: Grossgrundbesitzer Manuel Baldizón in Guatemala investierte Millionen in "Lider". (Archivbild)

KEYSTONE/EPA EFE/FERNANDO DELGADO

(sda-ats)

Die in Korruptionsskandale verwickelte guatemaltekische Partei Lider wird aufgelöst. Sie habe immer wieder gegen das Wahl- und Parteiengesetz des mittelamerikanischen Landes verstossen, teilte das Oberste Wahlgericht am Mittwoch mit.

Vor allem habe die Partei keine Auskunft über die Herkunft ihrer finanziellen Mittel erteilt. Der Grossgrundbesitzer und ehemalige Abgeordnete Manuel Baldizón hatte Millionen in die Partei gesteckt, prominente Politiker anderer Parteien abgeworben und war bei der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr auf dem dritten Platz gelandet. Baldizón werden Kontakte zum organisierten Verbrechen nachgesagt.

Bei der Wahl 2015 errang Lider 45 Abgeordnetenmandate. Allerdings verliessen zahlreiche Parlamentarier die Fraktion. Derzeit hat die Partei nur noch fünf Kongresssitze. Die Parteien in Guatemala weisen kaum Kohärenz auf und gelten als Hort der Korruption.

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SDA-ATS