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Apple Pay ist auch in der Schweiz gestartet. (Archiv)

KEYSTONE/AP/MARCIO JOSE SANCHEZ

(sda-ats)

Der Handybezahldienst Apple Pay ist in der Schweiz gestartet. Damit entsteht den heimischen Angeboten für kontaktloses Bezahlen wie den Bezahlapps Twint und Paymit oder der Bezahluhr Bellamy von Swatch neue Konkurrenz.

Nach Grossbritannien ist die Schweiz das zweite Land in Europa, in dem mit Apple Pay bezahlt werden kann. Und dies kommt nicht von ungefähr. Denn die Schweiz ist mit einem Marktanteil von knapp 50 Prozent ein eigentliches iPhone-Land.

Mit Apple Pay bezahlen können zunächst Kunden der Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard, die eine Karte der Kartenherausgeber Bonuscard, Cornèrcard und Swiss Bankers besitzen, wie Apple auf seiner Internetseite bekannt gab. Die Kreditkarte muss bei Apple Pay hinterlegt werden.

Danach funktioniert das Handy, wie beim kontaktlosen Bezahlen mit der Kreditkarte. Der Dienst wird also an allen Kassen genutzt werden können, die mit Funkterminals des Near-Field-Communication-Standards (NFC) ausgestattet sind: Neben Migros und Coop ist dies auch bei Aldi, Lidl, Spar sowie bei den Kiosk und Avec-Läden der Valora der Fall.

Neben dem iPhone, kann auch mit dem iPad und mit der Apple Watch bezahlt werden. Voraussetzung ist, dass man mindestens ein iPhone 6, ein iPad Pro, Air 2, mini 3 oder 4 hat.

Kontaktloses Zahlen nimmt zu

Gemäss Stefan Holbein, Länderchef von Visa Europe Schweiz, ist die Schweiz geradezu prädestiniert für die Bezahlung via Smartphone. Im Mai seien hierzulande bereits 11,3 Prozent aller Visa-Transaktionen kontaktlos abgewickelt worden. Vor einem Jahr waren es erst halb so viele gewesen.

Schon heute seien zwei Drittel aller Visa-Terminals in der Schweiz mit der NFC-Technologie ausgerüstet. 2020 soll der Standard dann bei allen Terminals verfügbar sein.

Andere Technologien für Konkurrenz

Der Markteintritt von Apple Pay dürfte für die Schweizer Bezahl-App Twint, die im Herbst mit dem Konkurrenzprodukt Paymit zusammengeschlossen wird, zum Lackmustest werden.

Obgleich die neusten Modelle NFC an Bord haben, verweigert Apple den App-Entwicklern bis anhin den Zugriff auf die Schnittstelle. Der Hersteller erlaubt nur Apple Pay die Kommunikation via NFC.

Deshalb müssen Twint und Paymit bis auf weiteres auf andere Technologien ausweichen. Bei Paymit etwa muss ein QR-Code eingescannt werden. Bei Twint werden Zahlungen über Bluetooth an einem eigenen Terminal an der Ladenkasse abgewickelt.

Dennoch muss sich Twint vor Apple Pay nicht verstecken. Hinter dem fusionierten Dienst stehen mit der UBS, Credit Suisse, Postfinance, Raiffeisen und ZKB die fünf grösstem Schweizer Banken, mit Coop und Migros die beiden grösstem Detailhändler und mit der Swisscom der grösste Telekomanbieter der Schweiz.

sda-ats

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