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Mit der 7. Etappe von Arbon ins österreichische Sölden steht die Königsetappe der 80. Tour de Suisse an. Mit 224,3 km handelt es sich zugleich auch um das längste Teilstück dieser Rundfahrt.

Das Ziel beim Rettenbachgletscher - nach 2015 auch heuer das Dach der Tour - befindet sich auf 2669 Meter über Meer, dort wo normalerweise im Herbst die Skirennfahrer ihre Weltcup-Saison beginnen. Insgesamt müssen die Radprofis am Freitag fast 4300 Höhenmeter bewältigen.

Die Anfahrt zur Tiroler Skistation erfolgt über den Hochtannbergpass und den Arlbergpass. Die Etappe ist damit vergleichbar mit derjenigen von letztem Jahr, als sich Thibaut Pinot durchgesetzt und das Maillot jaune übernommen hatte. Am Schlusstag allerdings musste der Franzose das Leadertrikot noch abgeben. Der Gesamtsieg ging letztlich mit knappem Vorsprung an den Slowenen Simon Spilak.

Auch heuer hat sich noch kein eindeutiger Favorit auf den Tour-Sieg herauskristallisiert. Hinter Wilco Kelderman sind acht weitere Fahrer in der gleichen Minute klassiert. Der Niederländer gehört allerdings zu den besten Zeitfahrern unter den Gesamtanwärtern. In der Auftakt-Prüfung gegen die Uhr in Baar belegte er den 10. Rang. Übersteht Kelderman die Etappe nach Sölden, so ist er dem ersten Tour-de-Suisse-Sieg eines Niederländers seit 1976 (Hennie Kuiper) um einiges näher gerückt.

Nur allzu gerne würde der 25-jährige Niederländer, der mit 16 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Warren Barguil führt, das Maillot jaune bis am Sonntagabend in Davos behalten: "Zwar folgt nun die schwierige Etappe hinauf zum Rettenbachgletscher. Doch natürlich will ich das Trikot verteidigen, und ich bin auch zuversichtlich, dass mir das gelingt."

Kelderman startete beim Team LottoNL-Jumbo als gleichberechtigter Co-Leader neben Robert Gesink (Aufgabe nach Sturz) zur Rundfahrt. "Die Tour de Suisse ist ein wirklich wichtiges Rennen. Sie folgt direkt nach den grossen Rundfahrten."

sda-ats

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