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Sofia Coppola und der italienische Kulturminister Dario Franceschini während einer Probe der "La Traviata" in Rom.

KEYSTONE/EPA ANSA/ANGELO CARCONI

(sda-ats)

Hollywoodglamour in der römischen Oper: Sofia Coppola debütiert am Dienstag als Opernregisseurin. Die 44-Jährige inszeniert am "Teatro dell'Opera" Giuseppe Verdis "La Traviata". Die Kleider von Violetta zeichnete der italienische Stardesigner Valentino Garavani.

Die Oper wird der Italiener Jader Bignamini dirigieren. In der Rolle der Violetta wechseln sich die Sängerinnen Francesca Dotto und Maria Grazia Schiavo ab. Den Alfredo singen die Tenöre Antonio Poli, Arturo Chacon-Cruz und Matteo Desole. 15 Mal wird die Oper bis zum 30. Juni aufgeführt. Die Valentino-Chefdesigner Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli entwarfen die Kostüme von Flora und vom Chor.

"Das ist zwar meine erste Opernregie, doch 'Traviata' habe ich schon als Kind dank meines Vaters lieben gelernt", sagte Coppola, die in Rom mit den Proben der Aufführung beschäftigt ist. Im Theater wurde sie vom italienischen Kulturminister Dario Franceschini besucht. "Für uns ist es sehr wichtig, junge Menschen in die Oper zu bringen, und Coppola ist eine sehr beliebte Regisseurin. Die Oper hat viel Potenzial, doch die Zahl der Zuschauer muss wachsen", sagte der Minister.

Sofia Coppola hat italienische Wurzeln. Die Familie ihres Vaters Francis Fort Coppola stammt aus der Ortschaft Bernalda in der süditalienischen Region Basilikata. Hier hatte Coppola 2011 ihren Lebensgefährten Thomas Mars, Sänger der französischen Indie-Band "Phoenix", geheiratet mit dem sie zwei Kinder hat.

Im September 2014 hatte das in finanzielle Nöte geratene Opernhaus in Rom den Abgang des Stardirigenten Riccardo Muti als Ehrenpräsident hinnehmen müssen, der sich im Streit mit der Theaterführung getrennt hatte. Nach einer radikalen Umstrukturierung erlebt Roms Opernhaus nun jedoch eine Renaissance unter der Leitung von Intendanten Carlo Fuortes.

sda-ats

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