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Blick auf das Flüchtlingslager in Calais. Rund 700 Menschen leben dort unter schlechten Bedingungen. (Archiv)

KEYSTONE/AP/MICHEL SPINGLER

(sda-ats)

Hunderte Menschen haben am Montag gegen das Flüchtlingslager im nordfranzösischen Calais demonstriert. Sie forderten eine schnelle Schliessung.

Fernfahrer fuhren mit dutzenden Lastwagen extra langsam Richtung Calais und verursachten so lange Staus. Zeitgleich versammelten sich hunderte Menschen - vor allem Einzelhändler aus Calais und Hafenarbeiter - zu einer Menschenkette. Angeführt wurden sie von der konservativen Bürgermeisterin von Calais, Natacha Bouchard.

Im auch als Dschungel bekannten Flüchtlingslager von Calais leben den Behörden zufolge 6900 Flüchtlinge und damit so viele wie nie zuvor seit seiner Entstehung im Frühjahr 2015. Hilfsorganisationen sprechen sogar von mehr als 9000 Bewohnern.

Die meisten der Flüchtlinge hoffen, über den Ärmelkanal nach Grossbritannien zu kommen. Immer wieder stoppen Flüchtlinge vor dem Eingang des Hafens Lastwagen, um an Bord der Fahrzeuge versteckt auf Fähren zu gelangen. Transportunternehmen kritisieren die Zustände schon seit Langem als unhaltbar.

Einzelhändler in Calais fürchten negative Auswirkungen auf ihr Geschäft. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte Ende vergangener Woche eine Schliessung des Lagers an, nannte aber keinen präzisen Zeitplan.

sda-ats

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